Melanom (schwarzer Hautkrebs)

Melanom (schwarzer Hautkrebs)

Ein malignes Melanom der Haut, auch schwarzer Hautkrebs genannt, ist ein bösartiger (maligner) Tumor, der aus Pigmentzellen der Haut entsteht. Oft ähnelt er einem sehr dunklen Leberfleck.

Schwarzer Hautkrebs tritt in vier verschiedenen Melanom-Typen auf, die unterschiedlich aussehen:

  1. Oberflächlich (= superfiziell) spreitendes Melanom (SSM): Dieses häufige Melanom bildet an der Oberfläche der Haut flache, unregelmäßig geformte Herde, die schwarz, grau, blau, braun bis weiß gefärbt sind. Manchmal entwickelt sich aus solchen Melanomen erst nach Jahren eine knotige Hautveränderung, die dann einen leichten Randwall haben kann und dazu neigt, in die Höhe zu wachsen.
  2. Knotiges (= noduläres) Melanom: Diese Melanom-Form wölbt sich halbkugelig über die Hautoberfläche hinaus und ist graubraun bis rötlich-blauschwarz.
  3. Lentigo-Maligna-Melanom: Diese Form tritt besonders bei älteren Menschen im Gesicht auf. Die zunächst flachen, später knotigen Herde sind braun (gelegentlich schwarz gefleckt) und unscharf begrenzt.
  4. Akrolentiginöses Melanom: Dieser in Europa weniger häufige Melanom-Typ tritt an Hand- und Fußflächen und im Nagelbereich auf. Im Frühstadium bildet es braune bis braunschwarze Flecken, die später nässen und bluten können.

Sehr selten tritt schwarzer Hautkrebs in einer weiteren Form auf: als sogenanntes amelanotisches Melanom, das nicht gefärbt und daher besonders schwer zu erkennen ist.

Schwarzer Hautkrebs hat verschiedene Ursachen. Die wichtigsten Risikofaktoren dafür, dass ein malignes Melanom entsteht, sind

  • ein heller Hauttyp und
  • die übermäßige Einwirkung von Sonnenstrahlung beziehungsweise UV-Strahlen, vor allem häufiger Sonnenbrand in der Kindheit,
  • eine familiäre Vorbelastung (d.h. weitere Fälle von schwarzem Hautkrebs in der Familie) und
  • eine geschwächte Immunabwehr (z.B. durch Infektionen wie HIV oder durch Medikamente).

Schwarzer Hautkrebs entwickelt sich meist auf der Haut. In seltenen Fällen entsteht ein malignes Melanom im Auge oder auf der Schleimhaut. Neben den Hautveränderungen verursacht schwarzer Hautkrebs oft lange keine Symptome. Mögliche zusätzliche Anzeichen für ein malignes Melanom sind: Juckreiz und Blutungen an Pigmentflecken, eine dunkle Verfärbung und/oder plötzliche Ablösung eines Nagels.

Leberflecken, die sich vergrößern, ihre Farbe verändern, jucken, leicht verletzbar sind und schnell bluten sowie unregelmäßig begrenzt sind, können auf ein Melanom hinweisen. Dann ist eine baldige Untersuchung durch einen Hautarzt empfehlenswert, denn: Gelingt es, ein malignes Melanom frühzeitig zu erkennen und zu behandeln, ist die Prognose gut. Daher ist es für Menschen mit erhöhtem Melanom-Risiko ratsam, sich einmal jährlich untersuchen zu lassen. Liegt ein Melanom vor, besteht der erste Schritt zur Therapie darin, es operativ zu entfernen. Die weitere Behandlung richtet sich nach dem Krankheitsstadium.

Moderne Lasertechnik

Moderne Lasertechnik

Kohlendioxidlaser

Ein Kohlendioxidlaser (oder CO2-Laser) eignet sich sehr gut, um gutartige, aber dennoch störende Hautveränderungen – zum Beispiel Warzen, Aknenarben – zu behandeln. Er wird häufig bei tieferen Narben bzw. Hautveränderungen eingesetzt. Auch ein Laser-Skin-Resurfacing zur Abtragung von feinen Falten ist damit möglich.

Fraxel Re:pair®.

Dies ist ein spezieller CO2-Laser, der eine Alternative zum herkömmlichen Kohlendioxidlaser sein kann.

Langgepulster Farbstofflaser

Mit Farbstofflasern können unterschiedlich dicke Blutgefäße behandelt werden, weshalb sie insbesondere bei der Behandlung von erweiterten Blutgefäßen im Gesicht und Hals (die sich unter anderem in Hämangiomen, Couperose, Feuermalen äußern können) eingesetzt werden. » Mehr über die Behandlung von Blutschwämme, Angiome und  Feuermale und zusätzlich.

Langgepulster Alexandritlaser

Der langgepulste Alexandritlaser wird genutzt, um störende Haare dauerhaft zu entfernen.

Non-ablative und ablative fraktionierte Photothermolyse

Zur Behandlung von Narben, Falten, Pigmentstörungen oder großen Hautporen kann die fraktionelle Photothermolyse eine gute Wahl sein. Der Laserstrahl wird zwar gebündelt auf die Haut gerichtet, jedoch ist er aufgeteilt („fraktioniert“), sodass die Hautpartie nicht komplett, sondern nur in einem Muster aus feinen Punkten behandelt wird. » Mehr zur  CO2 Laser und Erbium Yag und zusätzlich.

  • Non-ablative (nicht-abtragende) Methode. Hierbei wird das Gewebe erhitzt, was die Neubildung von gesundem Hautgewebe anregt.
  • Ablative (abtragende) Methode. Bei der ablativen Methode wird das Gewebe durch Verdampfung entfernt. In der Folgezeit bildet sich Hautgewebe neu.

Langgepulster Nd:YAG-Laser

Hautunebenheiten wie oberflächliche Narben, Muttermale oder kleine Falten lassen sich mit einem langgepulsten Nd:YAG-Laser sehr gut behandeln. Auch können im Verlauf weiterer Behandlungstermine mögliche Gewebeunterschiede angeglichen werden.

Q-switched Nd:YAG-Laser

Mit dem q-switched-Laser können dunkle Hautveränderungen wie Pigmentstörungen, Altersflecken, Narben, aber auch Tätowierungen aufgehellt und entfernt werden. Der Laserstrahl trifft gezielt nur auf die veränderte Hautstelle, so dass sie sich in feine Teilchen auflöst. Der Organismus kann diese Teilchen eigenständig abtransportieren.» Mehr zur Nd:YAG-Laser und zusätzlich.

Smartlipo MPX™

Dieses Lasersystem wurde speziell für die Laserlipolyse entwickelt, bei der Fettgewebe durch Erwärmung aufgelöst wird. Ein integrierter Temperatursensor ermittelt während der Behandlung kontinuierlich die erreichte Wärme, weshalb mit dem Laser noch präziser gearbeitet werden kann.

Endoluminale Lasertherapie

Dies ist eine Möglichkeit, um Krampfadern zu behandeln. In die Vene wird eine Spezialfaser geführt, die mit Laserlicht erhitzt wird. Die Wärme verschweißt die Venen, sodass kein Blut mehr hindurchfließen kann. Im Verlauf der nächsten Monate werden diese Venen vom Organismus abgebaut. » Als Alternative dazu kann die Radiowellentherapie mit dem VNUS Closure infrage kommen.

Hautkrebs

Hautkrebs

Hautkrebs ist der Oberbegriff für verschiedene Krebserkrankungen der Haut. Dabei unterscheidet man den schwarzen Hautkrebs (malignes Melanom) von den Formen des weißen beziehungsweise heller Hautkrebses (Basaliom, Spinaliom oder aktinische Keratose). Wird Hautkrebs früh erkannt, sind die Chancen auf Heilung hoch.

Die jeweiligen Formen von Hautkrebs entstehen aus unterschiedlichen Zelltypen der Haut und können verschiedene Ursachen haben. Zu den Hauptursachen von schwarzem und hellem Hautkrebs zählt jedoch eine intensive und langdauernde Sonnenstrahlung auf ungeschützte Haut.

Häufige Sonnenbrände in der Kindheit erhöhen insbesondere die Wahrscheinlichkeit für schwarzen Hautkrebs deutlich. Auch eine erbliche Hautkrebs-Vorbelastung kann bei der Entstehung von Hautkrebs eine Rolle spielen, ebenso wie der Kontakt zu giftigen oder krebserregenden Stoffen.

Die Zahl der Hautkrebs-Neuerkrankungen hat in den letzten Jahrzehnten stetig zugenommen. Schätzungen zufolge erkranken jedes Jahr auf der ganzen Welt zwei bis drei Millionen Menschen an hellem Hautkrebs, mehr als 130.000 Personen bekommen schwarzen Hautkrebs. Dieser Anstieg ist vermutlich vor allem auf ein verändertes Freizeitverhalten der Bevölkerung zurückzuführen: Viele Menschen lieben ausgiebige Sonnenbäder im Sommer oder gehen ins Solarium. So ist die Haut heutzutage stärker durch UV-Strahlung belastet als noch vor einigen Jahren.

Jeder einzelne kann viel tun, um Hautkrebs vorzubeugen. Insbesondere sollten Sie eine übermäßige Sonneneinstrahlung auf den Körper vermeiden – zum Beispiel, indem Sie Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor verwenden, bedeckende Kleidung tragen und die Mittagssonne meiden. Vor allem Kinder sollte man besonders gut vor einem Sonnenbrand schützen.

Darüber hinaus ist sinnvoll, den Körper regelmäßig selbst auf Hautveränderungen zu untersuchen und diese einem Hautarzt zu zeigen. So kann Hautkrebs schon im Frühstadium entdeckt werden. Vor allem Menschen mit sehr heller Haut, vielen Muttermalen oder erblicher Hautkrebs-Vorbelastung sollten zudem regelmäßigeKontrolluntersuchungen beim Hautarzt wahrnehmen.

Hautkrebs: Definition

Hautkrebs ist der Überbegriff für bösartige Tumoren der Haut. Hierzu zählen:

  • schwarzer Hautkrebs (malignes Melanom)
  • weißer Hautkrebs beziehungsweise heller Hautkrebs
  • Basaliom (Basalzellkarzinom)
  • aktinische Keratose
  • Spinaliom (Stachelzellkrebs, Plattenepithelkarzinom)

Schwarzer Hautkrebs

Der schwarze Hautkrebs (malignes Melanom) ist ein pigmentierter oder zum Teil auch nicht-pigmentierter bösartiger Hauttumor, der meist aus Melanozyten entsteht, den pigmentbildenden Hautzellen. Seltener entsteht schwarzer Hautkrebs aus Zellen der Schleimhaut, der Augenbindehaut, der mittleren Augenhaut (Uvea) oder der Hirnhaut. Die Krebszellen des Melanoms können sich über das Blut- oder Lymphsystem im Körper ausbreiten und Tochtergeschwülste (Metastasen) bilden.

Weißer Hautkrebs / heller Hautkrebs

Weißer Hautkrebs beziehungsweise heller Hautkrebs ist in der Regel unpigmentiert und eher hautfarben – pigmentierte Formen können jedoch auch auftreten. Man unterscheidet drei Formen von hellem Hautkrebs: Basaliom, aktinische Keratose und Spinaliom.

Basaliom

Ein Basaliom (Basalzellkarzinom) ist ein sogenannter halbbösartiger (semimaligner) Hauttumor, der fast nie Tochtergeschwülste (Metastasen) entwickelt, jedoch das umliegende Gewebe, Knochen und Knorpel angreifen kann. Der Tumor bildet sich aus den sogenannten Basalzellen der Haut und aus den Wurzeln der Haarfollikel. Die Basalzellschicht der Haut wird auch als Regenerationsschicht bezeichnet. Hier bilden sich durch Zellteilung die Hornzellen der obersten Hautschicht (Keratinozyten). Das Basaliom ist die am häufigsten auftretende Form von Hautkrebs.

Aktinische Keratose

Die aktinische Keratose ist eine Frühform des Spinalioms. Dabei vermehren sich die Hornzellen der obersten Hautschicht (Keratinozyten) unkontrolliert.

Spinaliom

Das Spinaliom (Stachelzellkrebs, Plattenepithelkarzinom) ist ein bösartiger (maligner) Hauttumor, der sich aus der Stachelzellschicht (Stratum spinosum) in der Oberhaut bildet. Es entwickelt sich häufig im Gesicht. Ab einem Alter von 70 Jahren treten Spinaliome gehäuft auf.