Nagelpilz (Onychomykose)

Nagelpilz (Onychomykose) ist vor allem lästig – denn es dauert meist lange, ihn wieder loszuwerden. Dicke, verfärbte und unschön aussehende Finger- oder Zehennägel können Zeichen für einen Nagelpilz sein. Grundsätzlich kann jeder einen Nagelpilz bekommen – wer aber zu enge Schuhe trägt, an Durchblutungsstörungen oder Diabetes mellitus leidet oder gerne barfuß im Schwimmbad unterwegs ist, gilt als besonders gefährdet. Oft entwickelt sich eine Onychomykose aus einem unbehandelten Fußpilz.

Ob im Schwimmbad oder in der Sauna: In einem feucht-warmen Milieu fühlen sich Hautpilze so richtig wohl. Leicht kann man sich dort anstecken. Kein Wunder, dass Nagelpilz die häufigste Erkrankung der Nägel ist.

In den meisten Fällen sind bestimmte Fadenpilze für den Nagelpilz verantwortlich: die sogenannten Dermatophyten, welche auch zuFußpilz führen können. Seltener entsteht eine Onychomykose durch Hefepilze, Schimmelpilze oder auch durch eine Kombination mehrerer Pilzformen.

Die Nagelpilz-Behandlung ist oft langwierig und erstreckt sich über mehrere Monate. Wie die Therapie aussieht, hängt davon ab, um welchen Pilz es sich handelt und wie stark und wo sich dieser bereits ausgebreitet hat.

In leichten Fällen reicht es aus, die betroffenen Nägel mithilfe von speziellen pilzabtötenden Nagellacken und Cremes zu behandeln und besonders auf eine gründliche Hygiene zu achten. Ist bereits die Nagelwurzel angegriffen oder sind viele Nägel infiziert, müssen Antipilzmittel (sog. Antimykotika) eingenommen werden, zum Beispiel in Tablettenform.

Nagelpilz können Sie vorbeugen, indem Sie beispielsweise im Schwimmbad Badeschuhe tragen und auf bequemes, atmungsaktives Schuhwerk achten. Füße und Hände sollte man immer gründlich abtrocknen – vor allem in den Zwischenräumen der Zehen. Da kleine Verletzungen das Risiko für eine Onychomykose erhöhen, sollten Sie bei der Maniküre oder Pediküre besonders sorgfältig sein.

Pigmentstörung

Bei einer Pigmentstörung ist die Bildung von Farbpigmenten gestört, sodass die Haut stärker (Hyperpigmentierung) oder schwächer (Hypopigmentierung, Depigmentierung) gefärbt ist als normal.

Die Ursachen für die Abweichungen der Hautfarbe sind je nach Form der Pigmentstörung unterschiedlich. Dabei können sowohl erblich bedingte Faktoren als auch äußere Einflüsse auf die Haut wie Kälte, Wärme, Druck, Reibung, Kosmetika oder bestimmte Medikamente eine Rolle spielen. Für eine Pigmentstörung können zudem hormonelle Veränderungen verantwortlich sein.

Die bei einer Pigmentstörung auftretenden Symptome sind sehr unterschiedlich: Die typischen Farbveränderungen können sich in ihrer Größe, Symmetrie, Ausprägung und Farbe stark unterscheiden. Bei manchen Pigmentstörungen bleiben sie auf bestimmte Körperstellen begrenzt; manchmal kann auch die gesamte Haut von der Pigmentstörung betroffen sein.

Bei einer Pigmentstörung ist die natürliche Färbung der Haut infolge einer gestörten Bildung von Farbpigmenten verändert.

Für die Pigmentierung der Haut sind bestimmte Zellen in der Oberhaut (Epidermis), die Melanozyten, zuständig: Diese Zellen geben der Haut ihre individuelle Farbe. Sie bilden – angeregt durch die Sonneneinstrahlung – das bräunliche Pigment Melanin und sorgen somit für eine natürliche Färbung der Haut. Das Melanin verhindert, dass schädliches UV-Licht in tiefere Hautschichten eindringt. Liegt eine Pigmentstörung vor, ist die Bildung der Farbpigmente örtlich oder auch flächendeckend gestört, sodass es an den jeweiligen Stellen zu einer Farbveränderung der Haut kommt. Pigmentstörungen können in folgenden Formen auftreten:
•    Melaninüberschuss (Hypermelanose)
Die Haut ist stärker gefärbt als normal: Die Pigmentstörung hat die Form einer sogenannten Hyperpigmentierung.
•    Melaninmangel (Hypomelanose)

Die Haut ist schwächer gefärbt als normal: Bei der durch Hypopigmentierung gekennzeichneten Pigmentstörung ist der Melaningehalt in der Haut vermindert, bei der Depigmentierung fehlt das Melanin völlig.

Mycosis fungoides

Hartnäckige Hautveränderungen, die einer Schuppenflechte oder einem Ekzem ähneln und vielleicht auch Juckreiz auslösen, können erste Anzeichen für eine Mycosis fungoides sein: Dies ist eine seltene Krebserkrankung, die typischerweise sehr langsam verläuft. Früh behandelt ist die Mycosis fungoides meist heilbar.

Die Mycosis fungoides zählt zur Gruppe der weniger bösartigen sogenannten Non-Hodgkin-Lymphome. Sie entsteht dadurch, dass bestimmte weiße Blutkörperchen – die T-Lymphozyten – entarten (d.h. bösartig sind) und die Haut befallen. Entsprechend bezeichnet man die Mycosis fungoides auch als kutanes T-Zell-Lymphom (lat. Cutis = Haut). Normalerweise bekämpfen die T-Lymphozyten als Teil des Immunsystems Krankheitserreger. Die Ursachen für ihre Entartung und somit für die Entstehung der Mycosis fungoides sind unbekannt.

Die bei der Mycosis fungoides auftretenden Hautsymptome sind wenig kennzeichnend und verändern sich typischerweise längere Zeit kaum: Nach dem Auftreten der ersten ekzemähnlichen Hautveränderungen können Jahre vergehen, bis die Mycosis fungoides tiefere Hautschichten befällt und als weitere Symptome flach erhabene Herde (Plaques) und kleine Knötchen entstehen. Nachfolgend (wenn sich diese Symptome auf die gesamte Haut ausgebreitet haben), entwickeln sich größere pilzförmige Knoten, die zur Geschwürbildung neigen. Nach langjährigem Verlauf befällt die Mycosis fungoides auch die Lymphknoten und kann sich dann rasch über den Blutweg auf andere Organe (z.B. Leber o. Lunge) ausbreiten.

Worin die gegen eine Mycosis fungoides eingesetzte Therapie besteht, hängt vom Stadium der Erkrankung ab: Zu Beginn ist die Photochemotherapie sehr wirksam, später kommen Immuntherapie, Strahlentherapie und Chemotherapie zum Einsatz. Frühzeitig behandelt hat die Mycosis fungoides eine gute Prognose. Und auch in späten Stadien der Mycosis fungoides kann eine Therapie noch lang andauernde Krankheitsrückgange (Remissionen) erzielen. Wichtig ist, dass die gewählten Behandlungsmaßnahmen nicht mehr Beschwerden verursachen als der Krebs selbst, denn: Eine zu aggressive Behandlung der Mycosis fungoides verlängert nicht die Lebenserwartung.

Akne: Ursachen

Akne: Ursachen

Für eine Akne kommen als Ursachen sowohl innere als auch äußere Faktoren infrage. Meist ist eine hormonelle Umstellung der Auslöser einer Akne: Androgene (männliche Geschlechtshormone) begünstigen Pickel und andere für Akne typische Hauterscheinungen, während Östrogene (weibliche Geschlechtshormone) eine Besserung der Hautkrankheit bewirken. Zu Hormonschwankungen kommt es etwa in der Pubertät, in der Schwangerschaft oder während der Menstruation.

Der Grund dafür, dass Androgene eine Akne begünstigen, liegt in ihrem Einfluss auf die Talgdrüsen der Haut: Talgdrüsen bilden ein fettiges Sekret, das Haut und Haare geschmeidig hält – den Talg. Androgene regen sie dazu an, dieses Fett vermehrt zu bilden. Dadurch können die Drüsen verstopfen. Wenn sich nun Bakterien ansiedeln, führt dies häufig dazu, dass sich die verstopfte Talgdrüse entzündet. So entsteht der typische Aknepickel.

Eine erbliche Veranlagung kann unter den inneren Ursachen für eine Akne ebenfalls eine Rolle spielen. Mögliche äußere Auslöser einer Akne sind Kosmetika (Acne cosmetica) oder Medikamente (Acne medicamentosa) bzw. bestimmte darin enthaltene Stoffe wie z.B. Kortison, Nikotinkonsum (geht oft mit der Acne inversa einher) sowie psychische Belastungen und Stress.

Nicht nachgewiesen ist hingegen, dass eine Akne durch mangelnde Hygiene, eine bestimmte Ernährung (z.B. Schokolade) oder Umweltverschmutzung auslösbar ist.

Akne: Ursachen

Xeroderma pigmentosum

Xeroderma pigmentosum

Xeroderma pigmentosum, die sogenannte Mondscheinkrankheit, ist eine seltene genetisch bedingte, autosomal-rezessive Erbkrankheit, die auf einer Überempfindlichkeit der Haut gegenüber ultravioletten Strahlen beruht.

Da Betroffene das Sonnenlicht meiden müssen, das Licht des Mondes aber keine Probleme verursacht, können sie sich draußen nur nachts frei bewegen. Sie werden deshalb oft als Mondscheinkinder bezeichnet.

Die Ursache der Xeroderma pigmentosum ist ein Mangel an DNA-Reparaturenzymen, der durch verschiedene Genveränderungen hervorgerufen werden kann. Damit die Erkrankung ausbricht, muss ein Kind die Veranlagung dafür von beiden Elternteilen erben.

Charakteristisch für die Mondscheinkrankheit ist das Auftreten von Sonnenbränden, schon nach sehr kurzen Aufenthalten in der Sonne. Die Haut wird buntscheckig, trocken und faltig. Sie altert vorzeitig. Bereits im Kindesalter entwickeln sich bei den Mondscheinkindern mit Xeroderma pigmentosum außerdem verschiedene bösartige Hauttumoren. Auch an anderen Organen – insbesondere an den Augen – bilden sich häufiger Tumoren.

Der Arzt diagnostiziert Xeroderma pigmentosum vor allem anhand der Symptome. Mit einer genetischen Untersuchung kann er feststellen, welche Form der Mondscheinkrankheit vorliegt. Es gibt acht Formen der Xeroderma pigmentosum, die auf unterschiedlichen Gendefekten beruhen. Je nachdem, unter welcher Form der Erkrankung die Mondscheinkinder leiden, unterscheiden sich auch die Symptome.

Die Mondscheinkrankheit kann bisher nicht geheilt werden. Die Therapiemaßnahmen beschränken sich darauf, dass Mondscheinkinder das Sonnenlicht meiden. Außerdem sind regelmäßige Früherkennungsuntersuchungen nötig, um bösartige Tumoren frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Obwohl Mondscheinkinder häufig bereits vor dem 20. Lebensjahr an Hautkrebs erkranken, erreichen knapp zwei Drittel das 40. Lebensjahr. Es gibt aber auch Fälle, in denen Betroffene mit Xeroderma pigmentosum deutlich älter wurden.

Dellwarzen (Mollusken, Mollusca contagiosa)

Dellwarzen (Mollusken, Mollusca contagiosa)

Ein malignes Melanom der Haut, auch schwarzer Hautkrebs genannt, ist ein bösartiger (maligner) Tumor, der aus Pigmentzellen der Haut entsteht. Oft ähnelt er einem sehr dunklen Leberfleck.

Schwarzer Hautkrebs tritt in vier verschiedenen Melanom-Typen auf, die unterschiedlich aussehen:

  1. Oberflächlich (= superfiziell) spreitendes Melanom (SSM): Dieses häufige Melanom bildet an der Oberfläche der Haut flache, unregelmäßig geformte Herde, die schwarz, grau, blau, braun bis weiß gefärbt sind. Manchmal entwickelt sich aus solchen Melanomen erst nach Jahren eine knotige Hautveränderung, die dann einen leichten Randwall haben kann und dazu neigt, in die Höhe zu wachsen.
  2. Knotiges (= noduläres) Melanom: Diese Melanom-Form wölbt sich halbkugelig über die Hautoberfläche hinaus und ist graubraun bis rötlich-blauschwarz.
  3. Lentigo-Maligna-Melanom: Diese Form tritt besonders bei älteren Menschen im Gesicht auf. Die zunächst flachen, später knotigen Herde sind braun (gelegentlich schwarz gefleckt) und unscharf begrenzt.
  4. Akrolentiginöses Melanom: Dieser in Europa weniger häufige Melanom-Typ tritt an Hand- und Fußflächen und im Nagelbereich auf. Im Frühstadium bildet es braune bis braunschwarze Flecken, die später nässen und bluten können.

Sehr selten tritt schwarzer Hautkrebs in einer weiteren Form auf: als sogenanntes amelanotisches Melanom, das nicht gefärbt und daher besonders schwer zu erkennen ist.

Schwarzer Hautkrebs hat verschiedene Ursachen. Die wichtigsten Risikofaktoren dafür, dass ein malignes Melanom entsteht, sind

  • ein heller Hauttyp und
  • die übermäßige Einwirkung von Sonnenstrahlung beziehungsweise UV-Strahlen, vor allem häufiger Sonnenbrand in der Kindheit,
  • eine familiäre Vorbelastung (d.h. weitere Fälle von schwarzem Hautkrebs in der Familie) und
  • eine geschwächte Immunabwehr (z.B. durch Infektionen wie HIV oder durch Medikamente).

Schwarzer Hautkrebs entwickelt sich meist auf der Haut. In seltenen Fällen entsteht ein malignes Melanom im Auge oder auf der Schleimhaut. Neben den Hautveränderungen verursacht schwarzer Hautkrebs oft lange keine Symptome. Mögliche zusätzliche Anzeichen für ein malignes Melanom sind: Juckreiz und Blutungen an Pigmentflecken, eine dunkle Verfärbung und/oder plötzliche Ablösung eines Nagels.

Leberflecken, die sich vergrößern, ihre Farbe verändern, jucken, leicht verletzbar sind und schnell bluten sowie unregelmäßig begrenzt sind, können auf ein Melanom hinweisen. Dann ist eine baldige Untersuchung durch einen Hautarzt empfehlenswert, denn: Gelingt es, ein malignes Melanom frühzeitig zu erkennen und zu behandeln, ist die Prognose gut. Daher ist es für Menschen mit erhöhtem Melanom-Risiko ratsam, sich einmal jährlich untersuchen zu lassen. Liegt ein Melanom vor, besteht der erste Schritt zur Therapie darin, es operativ zu entfernen. Die weitere Behandlung richtet sich nach dem Krankheitsstadium.

Hautkrebs

Hautkrebs

Hautkrebs ist der Oberbegriff für verschiedene Krebserkrankungen der Haut. Dabei unterscheidet man den schwarzen Hautkrebs (malignes Melanom) von den Formen des weißen beziehungsweise heller Hautkrebses (Basaliom, Spinaliom oder aktinische Keratose). Wird Hautkrebs früh erkannt, sind die Chancen auf Heilung hoch.

Die jeweiligen Formen von Hautkrebs entstehen aus unterschiedlichen Zelltypen der Haut und können verschiedene Ursachen haben. Zu den Hauptursachen von schwarzem und hellem Hautkrebs zählt jedoch eine intensive und langdauernde Sonnenstrahlung auf ungeschützte Haut.

Häufige Sonnenbrände in der Kindheit erhöhen insbesondere die Wahrscheinlichkeit für schwarzen Hautkrebs deutlich. Auch eine erbliche Hautkrebs-Vorbelastung kann bei der Entstehung von Hautkrebs eine Rolle spielen, ebenso wie der Kontakt zu giftigen oder krebserregenden Stoffen.

Die Zahl der Hautkrebs-Neuerkrankungen hat in den letzten Jahrzehnten stetig zugenommen. Schätzungen zufolge erkranken jedes Jahr auf der ganzen Welt zwei bis drei Millionen Menschen an hellem Hautkrebs, mehr als 130.000 Personen bekommen schwarzen Hautkrebs. Dieser Anstieg ist vermutlich vor allem auf ein verändertes Freizeitverhalten der Bevölkerung zurückzuführen: Viele Menschen lieben ausgiebige Sonnenbäder im Sommer oder gehen ins Solarium. So ist die Haut heutzutage stärker durch UV-Strahlung belastet als noch vor einigen Jahren.

Jeder einzelne kann viel tun, um Hautkrebs vorzubeugen. Insbesondere sollten Sie eine übermäßige Sonneneinstrahlung auf den Körper vermeiden – zum Beispiel, indem Sie Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor verwenden, bedeckende Kleidung tragen und die Mittagssonne meiden. Vor allem Kinder sollte man besonders gut vor einem Sonnenbrand schützen.

Darüber hinaus ist sinnvoll, den Körper regelmäßig selbst auf Hautveränderungen zu untersuchen und diese einem Hautarzt zu zeigen. So kann Hautkrebs schon im Frühstadium entdeckt werden. Vor allem Menschen mit sehr heller Haut, vielen Muttermalen oder erblicher Hautkrebs-Vorbelastung sollten zudem regelmäßigeKontrolluntersuchungen beim Hautarzt wahrnehmen.

Hautkrebs: Definition

Hautkrebs ist der Überbegriff für bösartige Tumoren der Haut. Hierzu zählen:

  • schwarzer Hautkrebs (malignes Melanom)
  • weißer Hautkrebs beziehungsweise heller Hautkrebs
  • Basaliom (Basalzellkarzinom)
  • aktinische Keratose
  • Spinaliom (Stachelzellkrebs, Plattenepithelkarzinom)

Schwarzer Hautkrebs

Der schwarze Hautkrebs (malignes Melanom) ist ein pigmentierter oder zum Teil auch nicht-pigmentierter bösartiger Hauttumor, der meist aus Melanozyten entsteht, den pigmentbildenden Hautzellen. Seltener entsteht schwarzer Hautkrebs aus Zellen der Schleimhaut, der Augenbindehaut, der mittleren Augenhaut (Uvea) oder der Hirnhaut. Die Krebszellen des Melanoms können sich über das Blut- oder Lymphsystem im Körper ausbreiten und Tochtergeschwülste (Metastasen) bilden.

Weißer Hautkrebs / heller Hautkrebs

Weißer Hautkrebs beziehungsweise heller Hautkrebs ist in der Regel unpigmentiert und eher hautfarben – pigmentierte Formen können jedoch auch auftreten. Man unterscheidet drei Formen von hellem Hautkrebs: Basaliom, aktinische Keratose und Spinaliom.

Basaliom

Ein Basaliom (Basalzellkarzinom) ist ein sogenannter halbbösartiger (semimaligner) Hauttumor, der fast nie Tochtergeschwülste (Metastasen) entwickelt, jedoch das umliegende Gewebe, Knochen und Knorpel angreifen kann. Der Tumor bildet sich aus den sogenannten Basalzellen der Haut und aus den Wurzeln der Haarfollikel. Die Basalzellschicht der Haut wird auch als Regenerationsschicht bezeichnet. Hier bilden sich durch Zellteilung die Hornzellen der obersten Hautschicht (Keratinozyten). Das Basaliom ist die am häufigsten auftretende Form von Hautkrebs.

Aktinische Keratose

Die aktinische Keratose ist eine Frühform des Spinalioms. Dabei vermehren sich die Hornzellen der obersten Hautschicht (Keratinozyten) unkontrolliert.

Spinaliom

Das Spinaliom (Stachelzellkrebs, Plattenepithelkarzinom) ist ein bösartiger (maligner) Hauttumor, der sich aus der Stachelzellschicht (Stratum spinosum) in der Oberhaut bildet. Es entwickelt sich häufig im Gesicht. Ab einem Alter von 70 Jahren treten Spinaliome gehäuft auf.

Hämangiom (Blutschwamm)

Hämangiom (Blutschwamm)

Kein anderer gutartiger Tumor ist im Säuglings- oder Kleinkindalter so häufig wie das Hämangiom (Blutschwamm): Etwa jedes zehnte Kind ist davon betroffen (ca. 30 Prozent schon bei der Geburt, bei den übrigen entwickelt es sich in den ersten vier Lebenswochen).

Ein Hämangiom entsteht, wenn Blutgefäße wuchern und sich neu bilden. Es gibt verschiedene Formen von Hämangiomen: das aus kleinsten Blutgefäßen bestehende kapilläre und das aus weiten Gefäßräumen bestehende kavernöse Hämangiom. Bei der sogenannten Hämangiomatose treten mehrere Hämangiome gleichzeitig auf.

Ein Hämangiom kann überall dort auftreten, wo Blutgefäße vorhanden sind. An der Haut oder Schleimhaut erscheint eine solche Gefäßanomalie meist als bläuliche oder rötliche Verfärbung. Da ein Hämangiom der inneren Organe nicht sichtbar ist, erfolgt seine Entdeckung meistens zufällig.

Im Allgemeinen verursacht ein Hämangiom keine Beschwerden. Es kann aber mit kosmetischen Beeinträchtigungen verbunden sein. Eine Therapie ist bei einem Hämangiom in den meisten Fällen nicht erforderlich, da es sich oft spontan zurückbildet. Schnell wachsende Hämangiome behandelt man jedoch als Notfall.

Hämangiom (Blutschwamm): Definition

Ein Hämangiom (Blutschwamm) ist ein gutartiger Tumor, der durch die Wucherung und Neubildung von Blutgefäßen entsteht. Er entwickelt sich in der Zellschicht, die alle Blutgefäße bis hin zu den kleinsten Aufzweigungen (den sog. Kapillaren) auskleidet – im sogenannten Endothel. Überall dort, wo Blutgefäße vorkommen, kann demnach auch ein Hämangiom auftreten, zum Beispiel in der Haut und in verschiedenen inneren Organen (z.B. Leber, Niere, Gehirn, Milz oder Lunge), aber auch im Knochen. Häufig tritt ein Hämangiom bereits in den ersten Lebenstagen oder -wochen auf. In der Regel bildet es sich bis zum fünften Lebensjahr zurück.

Es lassen sich zwei Formen von Hämangiomen unterscheiden: das kapilläre und das kavernöse Hämangiom. Wenn mehrere Hämangiome oder Blutschwämme gleichzeitig vorhanden sind, liegt eine sogenannte Hämangiomatose vor.

Kapilläres Hämangiom

Ein kapilläres Hämangiom (Blutschwamm) besteht aus kleinsten Blutgefäßen mit sehr kleinem Innendurchmesser (sog. englumige Kapillaren). Es kommt überwiegend in der Haut oder den Schleimhäuten vor. Etwa die Hälfte aller kapillären Hämangiome befindet sich im Kopf-Hals-Bereich. Wegen der vielen Gefäße erscheint das kapilläre Hämangiom rötlich und kann wenige Millimeter bis mehrere Zentimeter groß sein.

Kavernöses Hämangiom

Der Begriff Kaverne bezeichnet einen Hohlraum. Ein kavernöses Hämangiom (Blutschwamm) besteht aus weiten Gefäßräumen. Es ist meist bläulich oder rötlich gefärbt und findet sich vorwiegend in der Gesichtshaut oder am Rumpf. Kavernöse Hämangiome der Haut bezeichnet man auch als Feuermal (Naevus flammeus).

Klassifizierung des Schweregrades

International werden verschiedene Skalierungen verwendet, um den Schweregrad der Akne zu objektivieren. Nachfolgend wird eine Bewertungssystem dargestellt, dass sich an den

Akneeffloreszenzen, Komedonen (Mitesser), Papeln und Papulopusteln (Knoten und eitrige Knötchen und stark entzündlichen Knoten) orientiert.

Schweregrad Komedonen Papeln und Pusteln Knoten
MILD wenige bis einige wenige bis einige keine
MODERAT einige bis viele einige bis viele wenige bis einige
SCHWER zahlreiche zahlreiche und/oder exzessiv viele

Diese Bewertungsskalen sind insbesondere für klinische Studien wichtig. In der Praxis spielen sie keine zu große Bedeutung, da der objektive Schweregrad gerade bei der Akne häufig nicht mit dem subjektiven Beschwerdegrad korreliert.

Pathogenese der Akne

Die die Erkrankung kennzeichnenden Hautveränderungen sind das Resultat verschiedener, sich gegenseitig beeinflussender Faktoren.

Aufgrund neuerer Untersuchungen sind die entzündlichen Veränderungen nicht nur eine Folge der proinflammatorisch wirksamen bakteriellen Stoffwechselprodukte von Propioniobacterium acnes wie Lipasen oder Hyaluronidasen. Bei Aknepatienten ist von vorneherein eine entzündliche Reaktionsbereitschaft des Follikels gegeben. Selbst für die Komedonenbildung wird eine immunologische Grundlage diskutiert, die insbesondere über um den Follikel angeordnete Leukozyten, speziell T-Lymphozyten, mediiert wird.

Akne – Leidensdruck korreliert häufig nicht mit dem objektiven Schweregrad

Neben komplizierten Verläufen der Akne in Form der Acne fulminans, einer durch hämorrhagische, schmerzhafte Ulzerationen in Verbindung mit Allgemeinsymptomen wie Fieber oder Polyarthralgien gekennzeichneten Variante, oder Akneerkrankungen, die mit hypertrophen Narben oder Spontankeloiden einhergehen, gehört die Akne zu den Erkrankungen, die unabhängig vom Schweregrad häufig mit einer hohen psychischen Belastung der Betroffenen einhergehen. Akne ist deshalb als eine ernst zu nehmende Erkrankung und nicht als geringfügiges Pubertätsproblem aufzufassen.

Klinik der Akne

Neben der Seborrhö kennzeichnen nicht-entzündliche Hautveränderungen in Form der geschlossenen und offenen Komedonen (Mitesser) die Acne comedonica, wohingegen entzündliche Hautveränderungen in Form von Papeln und Papulopusteln das Bild der Acne papulopustulosa charakterisieren. Kommt es zusätzlich zum Auftreten von entzündlichen einschmelzenden und fistulierenden Knoten, die unter Zurücklassen typischer brückenartiger Narben, den sog. Fistelkomedonen abheilen, und Zysten liegt die schwerste Form der Akne vor, die Acne conglobata.