Moderne Lasertechnik

Kohlendioxidlaser

Ein Kohlendioxidlaser (oder CO2-Laser) eignet sich sehr gut, um gutartige, aber dennoch störende Hautveränderungen – zum Beispiel Warzen, Aknenarben – zu behandeln. Er wird häufig bei tieferen Narben bzw. Hautveränderungen eingesetzt. Auch ein Laser-Skin-Resurfacing zur Abtragung von feinen Falten ist damit möglich.

Fraxel Re:pair®.

Dies ist ein spezieller CO2-Laser, der eine Alternative zum herkömmlichen Kohlendioxidlaser sein kann.

Langgepulster Farbstofflaser

Mit Farbstofflasern können unterschiedlich dicke Blutgefäße behandelt werden, weshalb sie insbesondere bei der Behandlung von erweiterten Blutgefäßen im Gesicht und Hals (die sich unter anderem in Hämangiomen, Couperose, Feuermalen äußern können) eingesetzt werden. » Mehr über die Behandlung von Blutschwämme, Angiome und  Feuermale und zusätzlich.

Langgepulster Alexandritlaser

Der langgepulste Alexandritlaser wird genutzt, um störende Haare dauerhaft zu entfernen.

Non-ablative und ablative fraktionierte Photothermolyse

Zur Behandlung von Narben, Falten, Pigmentstörungen oder großen Hautporen kann die fraktionelle Photothermolyse eine gute Wahl sein. Der Laserstrahl wird zwar gebündelt auf die Haut gerichtet, jedoch ist er aufgeteilt („fraktioniert“), sodass die Hautpartie nicht komplett, sondern nur in einem Muster aus feinen Punkten behandelt wird. » Mehr zur  CO2 Laser und Erbium Yag und zusätzlich.

  • Non-ablative (nicht-abtragende) Methode. Hierbei wird das Gewebe erhitzt, was die Neubildung von gesundem Hautgewebe anregt.
  • Ablative (abtragende) Methode. Bei der ablativen Methode wird das Gewebe durch Verdampfung entfernt. In der Folgezeit bildet sich Hautgewebe neu.

Langgepulster Nd:YAG-Laser

Hautunebenheiten wie oberflächliche Narben, Muttermale oder kleine Falten lassen sich mit einem langgepulsten Nd:YAG-Laser sehr gut behandeln. Auch können im Verlauf weiterer Behandlungstermine mögliche Gewebeunterschiede angeglichen werden.

Q-switched Nd:YAG-Laser

Mit dem q-switched-Laser können dunkle Hautveränderungen wie Pigmentstörungen, Altersflecken, Narben, aber auch Tätowierungen aufgehellt und entfernt werden. Der Laserstrahl trifft gezielt nur auf die veränderte Hautstelle, so dass sie sich in feine Teilchen auflöst. Der Organismus kann diese Teilchen eigenständig abtransportieren.» Mehr zur Nd:YAG-Laser und zusätzlich.

Smartlipo MPX™

Dieses Lasersystem wurde speziell für die Laserlipolyse entwickelt, bei der Fettgewebe durch Erwärmung aufgelöst wird. Ein integrierter Temperatursensor ermittelt während der Behandlung kontinuierlich die erreichte Wärme, weshalb mit dem Laser noch präziser gearbeitet werden kann.

Endoluminale Lasertherapie

Dies ist eine Möglichkeit, um Krampfadern zu behandeln. In die Vene wird eine Spezialfaser geführt, die mit Laserlicht erhitzt wird. Die Wärme verschweißt die Venen, sodass kein Blut mehr hindurchfließen kann. Im Verlauf der nächsten Monate werden diese Venen vom Organismus abgebaut. » Als Alternative dazu kann die Radiowellentherapie mit dem VNUS Closure infrage kommen.

EVLT Laser-Stripping

EVLT Laser-Stripping

Dieses neue Laserstripping dauert weniger als eine Stunde. Es hinterlässt keine Narben und hat eine kurze postoperative Erholungsphase. Bei der EVLT Behandlung wird ein Laserkatheter ultraschallkontrolliert direkt in die defekte Vene eingebracht. Die Laserenergie wird nun über den Lichtleiter in kurzen Pulsen an das Venengewebe abgegeben und die erweiterte Vene damit geschrumpft. Danach wird der Laser-Lichtleiter herausgezogen und ein Verbandstrumpf, der mehrere Tage getragen werden muss, angebracht. Minimalste Beschwerden, wie kleine Blutergüsse können innerhalb von 14 Tagen nach der Behandlung auftreten.
Dieses Verfahren kann bestens mit Ministripping und Schaumverödung kombiniert werden.

Ministripping

Das sogenannte Ministripping ist eine in den letzten Jahren sehr beliebt gewordene minimal invasive Methode zur Entfernung störender Krampfadern. Mit feinen Häkchen wird die Vene aufgesucht und entfernt. Der Vorteil hierbei ist die minimale Schädigung der Haut mit einem anschließend exzellenten kosmetischen Ergebnis.

Schaumverödung – die Alternative

Die Schaumverödung hat eine deutlich besser Erfolgsrate als  flüssiges Verödungsmittel, da es das Blut besser und länger von der Venenwand verdrängen kann.

Durch das Spritzen von wenigen Mililitern des Schaums werden auch dicke und schmerzhafte Krampfadern effektiv behandelt. Wenn keine Operation gewünscht wird oder durchgeführt werden kann (z.B. unter Marcoumar oder Sintrom / Warfarin, Narkoserisiko etc.), ist die Schaumverödung eine echte Alternative.

Das Verödungsmittel wird mit Luft oder Gas geschäumt und dann unter Ultraschallkontrolle in die Vene eingespritzt. Der Schaum schädigt die Venenwand und das behandelte Gefäß wird dadurch ausgeschaltet. Die Venen verhärten sich für eine gewisse Zeit. Sehr gute Wirkung, bei wenig Nebenwirkungen. Ambulant und ohne Anästhesie durchführbar.

Pigmentstörung

Bei einer Pigmentstörung ist die Bildung von Farbpigmenten gestört, sodass die Haut stärker (Hyperpigmentierung) oder schwächer (Hypopigmentierung, Depigmentierung) gefärbt ist als normal.

Die Ursachen für die Abweichungen der Hautfarbe sind je nach Form der Pigmentstörung unterschiedlich. Dabei können sowohl erblich bedingte Faktoren als auch äußere Einflüsse auf die Haut wie Kälte, Wärme, Druck, Reibung, Kosmetika oder bestimmte Medikamente eine Rolle spielen. Für eine Pigmentstörung können zudem hormonelle Veränderungen verantwortlich sein.

Die bei einer Pigmentstörung auftretenden Symptome sind sehr unterschiedlich: Die typischen Farbveränderungen können sich in ihrer Größe, Symmetrie, Ausprägung und Farbe stark unterscheiden. Bei manchen Pigmentstörungen bleiben sie auf bestimmte Körperstellen begrenzt; manchmal kann auch die gesamte Haut von der Pigmentstörung betroffen sein.

Bei einer Pigmentstörung ist die natürliche Färbung der Haut infolge einer gestörten Bildung von Farbpigmenten verändert.

Für die Pigmentierung der Haut sind bestimmte Zellen in der Oberhaut (Epidermis), die Melanozyten, zuständig: Diese Zellen geben der Haut ihre individuelle Farbe. Sie bilden – angeregt durch die Sonneneinstrahlung – das bräunliche Pigment Melanin und sorgen somit für eine natürliche Färbung der Haut. Das Melanin verhindert, dass schädliches UV-Licht in tiefere Hautschichten eindringt. Liegt eine Pigmentstörung vor, ist die Bildung der Farbpigmente örtlich oder auch flächendeckend gestört, sodass es an den jeweiligen Stellen zu einer Farbveränderung der Haut kommt. Pigmentstörungen können in folgenden Formen auftreten:
•    Melaninüberschuss (Hypermelanose)
Die Haut ist stärker gefärbt als normal: Die Pigmentstörung hat die Form einer sogenannten Hyperpigmentierung.
•    Melaninmangel (Hypomelanose)

Die Haut ist schwächer gefärbt als normal: Bei der durch Hypopigmentierung gekennzeichneten Pigmentstörung ist der Melaningehalt in der Haut vermindert, bei der Depigmentierung fehlt das Melanin völlig.

Moderne Lasertechnik

Moderne Lasertechnik

Kohlendioxidlaser

Ein Kohlendioxidlaser (oder CO2-Laser) eignet sich sehr gut, um gutartige, aber dennoch störende Hautveränderungen – zum Beispiel Warzen, Aknenarben – zu behandeln. Er wird häufig bei tieferen Narben bzw. Hautveränderungen eingesetzt. Auch ein Laser-Skin-Resurfacing zur Abtragung von feinen Falten ist damit möglich.

Fraxel Re:pair®.

Dies ist ein spezieller CO2-Laser, der eine Alternative zum herkömmlichen Kohlendioxidlaser sein kann.

Langgepulster Farbstofflaser

Mit Farbstofflasern können unterschiedlich dicke Blutgefäße behandelt werden, weshalb sie insbesondere bei der Behandlung von erweiterten Blutgefäßen im Gesicht und Hals (die sich unter anderem in Hämangiomen, Couperose, Feuermalen äußern können) eingesetzt werden. » Mehr über die Behandlung von Blutschwämme, Angiome und  Feuermale und zusätzlich.

Langgepulster Alexandritlaser

Der langgepulste Alexandritlaser wird genutzt, um störende Haare dauerhaft zu entfernen.

Non-ablative und ablative fraktionierte Photothermolyse

Zur Behandlung von Narben, Falten, Pigmentstörungen oder großen Hautporen kann die fraktionelle Photothermolyse eine gute Wahl sein. Der Laserstrahl wird zwar gebündelt auf die Haut gerichtet, jedoch ist er aufgeteilt („fraktioniert“), sodass die Hautpartie nicht komplett, sondern nur in einem Muster aus feinen Punkten behandelt wird. » Mehr zur  CO2 Laser und Erbium Yag und zusätzlich.

  • Non-ablative (nicht-abtragende) Methode. Hierbei wird das Gewebe erhitzt, was die Neubildung von gesundem Hautgewebe anregt.
  • Ablative (abtragende) Methode. Bei der ablativen Methode wird das Gewebe durch Verdampfung entfernt. In der Folgezeit bildet sich Hautgewebe neu.

Langgepulster Nd:YAG-Laser

Hautunebenheiten wie oberflächliche Narben, Muttermale oder kleine Falten lassen sich mit einem langgepulsten Nd:YAG-Laser sehr gut behandeln. Auch können im Verlauf weiterer Behandlungstermine mögliche Gewebeunterschiede angeglichen werden.

Q-switched Nd:YAG-Laser

Mit dem q-switched-Laser können dunkle Hautveränderungen wie Pigmentstörungen, Altersflecken, Narben, aber auch Tätowierungen aufgehellt und entfernt werden. Der Laserstrahl trifft gezielt nur auf die veränderte Hautstelle, so dass sie sich in feine Teilchen auflöst. Der Organismus kann diese Teilchen eigenständig abtransportieren.» Mehr zur Nd:YAG-Laser und zusätzlich.

Smartlipo MPX™

Dieses Lasersystem wurde speziell für die Laserlipolyse entwickelt, bei der Fettgewebe durch Erwärmung aufgelöst wird. Ein integrierter Temperatursensor ermittelt während der Behandlung kontinuierlich die erreichte Wärme, weshalb mit dem Laser noch präziser gearbeitet werden kann.

Endoluminale Lasertherapie

Dies ist eine Möglichkeit, um Krampfadern zu behandeln. In die Vene wird eine Spezialfaser geführt, die mit Laserlicht erhitzt wird. Die Wärme verschweißt die Venen, sodass kein Blut mehr hindurchfließen kann. Im Verlauf der nächsten Monate werden diese Venen vom Organismus abgebaut. » Als Alternative dazu kann die Radiowellentherapie mit dem VNUS Closure infrage kommen.

Hämophilie (Bluterkrankheit)

Hämophilie (Bluterkrankheit)

Bei der Bluterkrankheit (Hämophilie) ist die Blutgerinnung gestört. Sie ist eine der häufigsten Erbkrankheiten.

Die Erkrankung wird über die Geschlechtschromosomen vererbt. Frauen besitzen in ihrem Erbgut zwei X-Chromosomen, Männer ein X- und ein Y-Chromosom. Bei der Hämophilie handelt es sich um eine an das X-Chromosom gebundene Erbkrankheit, an der in erster Linie Männer erkranken. Frauen sind seltener betroffen, da ihr zweites X-Chromosom in der Regel unverändert ist. Sie geben das kranke Gen jedoch weiter – das heißt sie sind Genträgerinnen (Konduktorinnen). In Deutschland ist einer von 10.000 Menschen von der Bluterkrankheit betroffen. Man unterscheidet die Hämophilie A und die seltenere Hämophilie B.

Die Beschwerden sind bei beiden Arten der Bluterkrankheit gleich. Die Hämophilie A und B unterscheiden sich nur darin, welcher Gerinnungsfaktor betroffen ist. Je gravierender der Mangel des Gerinnungsfaktors ist, desto schlechter gerinnt das Blut. Bei leichten Formen treten im normalen Alltag keine Beschwerden auf. Bei chirurgischen Eingriffen bluten die Betroffenen jedoch meist stärker als Gesunde. Schwere Formen der Hämophilie führen schon nach kleinen Verletzungen zu starken Blutungen nach außen, ins Gewebe, in Muskeln oder in Gelenke.

Um die Blutgerinnung zu normalisieren, kann der fehlende Gerinnungsfaktor ersetzt werden. Er wird entweder aus Spenderblut gewonnen oder gentechnisch (rekombinant) hergestellt. Aus Spenderblut gewonnene Gerinnungsfaktoren sind heutzutage mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit virusfrei, da sie vor der Gefriertrocknung sterilisiert werden. Gentechnisch gewonnene Faktoren sind ohnehin virusfrei.

Hämophilie (Bluterkrankheit): Definition

Bei der Bluterkrankheit (Hämophilie) handelt es sich um eine Erbkrankheit, bei der die Blutgerinnung gestört ist. Das heißt, aus Wunden austretendes Blut gerinnt nicht oder nur sehr langsam. Man unterscheidet die Hämophilie A, die etwa 85 Prozent der Fälle ausmacht und den Gerinnungsfaktor VIII betrifft, und die seltenere Hämophilie B, die durch Faktor-IX-Mangel entsteht. Sowohl Faktor VIII als auch Faktor IX sind unersetzliche Bestandteile in der Blutgerinnung.

Eine weitere Art der Blutgerinnungsstörung ist das von-Willebrand-Jürgens-Syndrom.

Haarausfall

Haarausfall

Unter Haarausfall versteht man einen übermäßigen Verlust von Kopfhaaren (Effluvium capillorum), dabei fallen laut Definition über 100 Haare pro Tag aus. Eine sichtbare Haarausdünnung oder Kahlheit bezeichnen Mediziner als Alopezie. Haarausfall kommt sowohl bei Männern als auch bei Frauen vor und kann verschiedene Ursachen haben. In den meisten Fällen besteht eine erbliche Veranlagung, die die Haarfollikel empfindlicher gegenüber männlichen Geschlechtshormonen reagieren lässt.

Diese sogenannte androgenetische Alopezie (erblich bedingter Haarausfall, anlagebedingter Haarausfall) betrifft im Laufe des Lebens jeden zweiten Mann. Sie reicht von Geheimratsecken bis zur ausgeprägten Glatze. Auch unter Frauen ist die androgenetische Alopezie die häufigste Form des Haarausfalls – geschätzt leidet etwa jede fünfte darunter. Allerdings unterscheiden sich die Symptome bei erblich bedingten Haarausfall der Frauen: Meist werden die Haare der Scheitelregion dünner und weniger, das für Männer typische „Muster“ des Haarverlusts findet sich nur in wenigen Fällen.

Deutlich seltener ist kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata, Pelade) die Ursache für den Verlust von Haaren. Er äußert sich durch kahle Areale an umschriebenen Bereichen des Kopfs oder Körpers. Auslöser ist wahrscheinlich eine Autoimmunreaktion. In vielen Fällen wachsen die Haare ohne Therapie nach einer gewissen Zeit wieder nach, Rückfälle sind allerdings häufig.

Ebenfalls selten kommt diffuser Haarausfall (diffuse Alopezie, symptomatische Alopezie) vor. Ursächlich für diese Form des Haarausfalls sind zumeist Krankheiten wie eine gestörte Funktion der Schilddrüse, Diabetes mellitus und Infektionen (z.B. Lungenentzündung). Auch die Einnahme bestimmter Medikamente, eine Chemotherapie, hormonelle Umstellungen, Stress oder eine ungesunde Ernährung können mit diffusem Haarausfall einhergehen.

Auch wenn Haarausfall in den meisten Fällen keinen unmittelbaren Krankheitswert hat, belastet er Betroffene mitunter schwer. Personen mit vollen, glänzenden Haaren wirken auf andere vital, jugendlich und gesund. Den Verlust von Haaren hingegen verbinden viele Menschen mit Krankheit und Alter. Haarausfall und Alopezie können daher sehr belastend sein und weitreichende Folgen haben: Das Selbstbewusstsein schwindet, Betroffene finden sich nicht mehr „schön“ und attraktiv, unter Leuten fühlen sie sich unwohl und beobachtet. All dies beeinträchtigt die Lebensqualität.

Bevor der Arzt Haarausfall wirksam behandeln kann, muss er eine klare Diagnose stellen. Hierzu fragt er den Betroffenen zum Beispiel nach dem Verlauf des Haarausfalls und seiner Krankengeschichte (Anamnese).

Die Therapie richtet sich nach der jeweiligen Ursache des Haarverlusts. Die unzähligen zum Verkauf angebotenen Mittel gegen Haarausfall spiegeln den hohen Leidensdruck vieler Betroffener wider. Allerdings halten nur sehr wenige Wirkstoffe das, was die Werbung verspricht: den Haarausfall zu stoppen und im besten Fall die Haardichte sichtbar zu erhöhen. Der Großteil der Präparate wird diesem Anspruch nicht gerecht. Beispiele für gut wirksame Medikamente sind beim erblich bedingten Haarausfall des Mannes die beiden Wirkstoffe Minoxidil und Finasterid, bei Frauen Minoxidil oder Präparate, die weibliche Geschlechtshormone beziehungsweise Gegenspieler männlicher Hormone (sog. Antiandrogene) enthalten. Die Therapie des kreisrunden Haarausfalls ist deutlich schwieriger.

CO2-Laser in der Medizin

Straffen der lichtgeschädigten Haut mit dem fraktionierten CO2-Laser

Das neue bei der Behandlung mit dem fraktionierten CO2-Laser ist die Abtragung von kleinsten Hautarealen mit kontrollierter Eindringtiefe und Temperaturabgabe. Die Indikationen dafür sind: lichtgealterte Haut, dunkle Altersflecken (Lentigenes), grobporige Haut, Aknenarben sowie kleine Fältchen. Die Abheilung bei diesem Verfahren, die so genannte Epithelisierung findet deutlich schneller statt als bei der Dermaabrasion, beim tiefen chemischen Peeling oder bei konventionellen Resurfaceing mit dem CO2-Laser. Dadurch gewinnt man eine kürzere Ausfallzeit und ein deutlich schmaleres Nebenwirkungsprofil.

Die Nachfrage nach effektiven und patientenfreundlichen Lasertherapien der lichtgeschädigten Haut ist enorm. Bis zum heutigen Zeitpunkt wurden hauptsächlich Skinresurfaceing als ablatives Verfahren eingesetzt sowie als nichtablatives Verfahren die fraktionierte Photothermolyse.

Die oben genannten ablativen Laserverfahren mit dem CO2- oder dem Erbium-YAG-Laser wurden sehr breit vor 15 – 20 Jahren angewendet. Dabei wird die obere Hautschicht (Epidermis) abgetragen und zusätzlich eine thermische Belastung der darunter liegenden Hautschicht (Dermis) zugeführt. Bei diesem Prozess produzierte Entzündungen stimulieren die neue Kollagenbildung und dies führt dann zur Straffung der Haut.

Die Abheilung ist von der Anzahl der Keratinozyten (den oberflächlichsten Zellen) abhängig sowie vor allem von den Abständen zwischen den unbetroffenen Hautarealen und von der Anzahl der Talgdrüsen und Haarfollikel (Anhangsgebilde).

Bei den oben genannten Verfahren, die nicht fraktioniert wirken, ist der Wanderweg der Keratinozyten grösser und dadurch verlängert sich die Abheilungszeit bis zu 2 und in seltenen Fällen bis zu 3 Wochen. Bei der richtigen Anwendung sind die Ergebnisse ausgesprochen gut.

Auf Grund der Gefahr von Infektionen, vor allem von viralen aber auch von bakteriellen, sowie Pigmentverschiebungen werden ablative Laser in der alten Ausführung immer seltener für Face-Resurfaceing eingesetzt.

Zu den häufigsten Nebenwirkungen gehören Rötungen, Nässen der Haut sowie Schwellungen. Diese sind aber nur vorübergehend und reversibel, z. B. kann eine Rötung bis zu 3 – 4 Monate bleiben.

Bei der Anwendung von Nd-YAG-Lasern mit einer Wellenlänge von 1320 nm oder von Erbium-Glass-Laser mit einer Wellenlänge von 1540 nm entsteht eine kontrollierte Erwärmung der Lederhaut (Dermis) wobei die obere Hautschicht (Epidermis) unberührt bleibt. Als Ergebnis kann man nur eine Verbesserung der Hautoberfläche feststellen.

Die Behandlungsarten mit Radiofrequenzstrom wie Radiage oder Thermage produzieren einen hautstraffenden Effekt und haben keine Wirkung auf die lichtgeschädigte Haut und Falten oder Präkanzerosen (aktinische Keratosen) und Pigmentflecken (Lentigenes).

Eines der neusten Therapieverfahren ist die fraktionierte Photothermolyse. Dieses Verfahren basiert auf der thermischen Wirkung mit Bildung von Thermosäulen von einem Durchmesser von 70–150 μm, den so genannten «Microscopic Treatment Zones», MTZ. Diese Thermozylinder dringen in tiefere Hautschichten ein. In den oben genannten Säulen wird dabei Kollagen denaturiert, was zu einer Stimulation der Kollagenproduktion führen soll. Die Zylinder sind vom normalen Gewebe umgeben und die oberste Schicht der Haut (Stratum corneum) schützt sie vor dem Kontakt mit der Umwelt wie ein Verband. Der Vorteil dieses Verfahrens ist eine kürzere Abheilungsdauer bis zu ca. 5 Tage.

Fraktionierter  CO2-Laser

Der fraktionierte CO2-Laser trägt mikroskopisch kleine Areale der Haut («Microscopic Ablation Zones», MAZ) ab, wobei unberührte Hautinseln (so genannte Epidermisbrücken) zurückbleiben. Diese dienen der Abheilung mit Abgabe von Keratinozyten und verkürzen die Heilungszeit. Der CO2-Laser verfügt über einen Thermoeffekt in den tiefen Hautschichten (Dermis) mit Wirkung auf die Kollagenstimulation. Dies ist die wichtigste Komponente bei der Hautstraffung.

Wir verwenden einen fraktionierten CO2-Laser vom deutschen Hersteller Asclepion. Das Gerät ist in der Lage mit einem Laserscanner MAZ von 300 μm Durchmesser und eine Tiefe bis 500 μm zu produzieren. Das Gerät ist so programmiert, dass die nebeneinander stehenden Behandlungspunkte einen maximalen Zeitintervall voneinander haben um die Hitzeakkumulation in der behandelten Fläche zu reduzieren. Abhängig von den Behandlungszielen kann man die Energie und den gewünschten thermische Effekt separat einstellen. Je höher der thermische Effekt, desto besser ist der Straffungseffekt. Je höher die Energie, desto tiefere wirkt der Laser, was besonders wichtig ist bei der Behandlung von Aknenarben.

Therapieablauf

Vor der Behandlung muss unbedingt festgestellt werden, welche Pflegeprodukte und welche Medikamente der Patient anwendet oder einnimmt. Vor allem muss auf die Vitamin-A-säurehaltigen Medikamente geachtet werden. Weiterhin ist es sehr wichtig, den behandelnden Arzt über vorherige Laserbehandlungen oder medizinische Peelings zu informieren. Eine grosse Rolle spielen rezidivierende Herpesinfektionen und die Neigung zur Bildung von Hyperpigmentierungen nach Hautverletzungen. Sollte bereits in der Vergangenheit eine Problematik mit Pigmentflecken aufgetreten sein, brauchen solche Patienten 3 – 4 Wochen vor der Behandlung eine Pigment aufhellende Creme.

Als Schmerzreduktion benutzt man eine Stunde vor der Behandlung entweder Paracetamol 1000 mg oder Ibubrufen 800 mg. Bei besonders schmerzempfindlichen Patienten kann ebenfalls eine Lokalanästhesie an den Nervenaustrittstellen im Gesicht durchgeführt werden.

Nach der Behandlung bildet sich ein Erythem mit Hautschwellung. In einigen Fällen kommt es zu nässenden Erscheinungen. Nach 3 – 4 Tagen zeigt sich die Haut dunkelbraun und beginnt sich zu schälen. In diesem Moment erscheint die Haut sehr trocken und muss intensiv gepflegt werden.

Im Vergleich zu den konventionellen Skin-Resurfaceing mittels CO2-Lasern, bei der mit einer Ausfallszeit von 2 – 3 Wochen gerechnet werden muss, beträgt die Ausfallszeit mit der fraktionierten CO2-Laserbehandlung nur 7 – 8 Tage. Die Anwendung von hohen Lichtschutzfaktoren nach der Behandlung ist sehr wichtig. Ebenfalls wird die Anwendung von Pigment aufhellenden Cremes für die nächsten 2 Monate empfohlen.

In der Regel benötigen die Patienten 2 – 3 Sitzungen im zeitlichen Abstand von ca. 2 Monaten.

Dr. med. V. Volpov, Zürich Seefeld