Fettabsaugung/Liposuction

Allgemeines in Zusammenfassung

Bei einer Fettabsaugung (Liposuktion) entfernt der Chirurg operativ Fettgewebe aus Körperbereichen, die er zuvor mit dem Patienten abgestimmt hat. Er saugt dabei ungefähr 70 Prozent des Fettgewebes innerhalb eines Körperbereichs, beispielsweise im Bereich des Bauchs, ab. Fettabsaugungen werden in der Regel aus rein ästhetischen Gründen durchgeführt.

Nur bei wenigen, selten vorkommenden Krankheitsbildern mit vermehrter Fetteinlagerung empfehlen sich Fettabsaugungen als Therapie. Dazu gehören beispielsweise schmerzhafte Fettgewebsvermehrungen mit gesteigerter Berührungsempfindlichkeit. Auch beim so genannten Lipödem kann eine Fettabsaugung mit schonenden Techniken hilfreich sein.

Egal ob Mann oder Frau, das Fettabsaugen ist unabhängig vom Alter an den unterschiedlichsten Körperregionen möglich. Zu den gängigsten Regionen einer Fettabsaugung zählen Bauch, Beine, Kinn, Hals, Oberarme, Oberkörper, Brust, Oberschenkel, Hüfte, Po, Rücken und Fesseln.

Die in Folge einer Fettabsaugung entstehende überschüssige Haut entfernt der Chirurg nur dann, wenn sie außerordentlich schlaff ist. Unter normalen Umständen schrumpft sich die Haut von selbst zu recht und passt sich so der neu geschaffenen Struktur im Unterhautgewebe an. Das durch die Wundheilung entstehende Narbengewebe bildet dabei die Stützstruktur für die darüber liegende Haut. Fettabsaugungen lassen sich an derselben Körperstelle mehrmals durchführen.

Fettzellen werden definitiv entfernt

Eine Fettabsaugung (Liposuktion) unterscheidet sich von anderen Maßnahmen der Gewichtsreduktion wie Diäten und Sport. Denn das Fettabsaugen entfernt vorhandenes Fettgewebe und mit ihm deren Stammzellen endgültig, wenn auch nie vollständig. Es gilt: Einmal abgesaugte Fettzellen wachsen – wie vom Patienten gewünscht – nicht mehr nach. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass sich eine Fettabsaugung nicht mehr rückgängig machen lässt – insbesondere bei schlanken Menschen birgt das ein gewisses Risiko. Sie besitzen schon vor dem Eingriff wenig überschüssiges Fettgewebe und dadurch weniger Spielraum, ein verunglücktes Fettabsaugen, das beispielsweise zu Verwachsungen geführt hat, nachträglich zu korrigieren.

Im Prinzip bietet eine Fettabsaugung die Möglichkeit, Körperproportionen zu gestalten beziehungsweise zu korrigieren, die die Betroffenen als störend empfinden. Ein erfolgreiches Fettabsaugen kann das Körperbild positiv verändern und gleichzeitig das Selbstbewusstsein steigern. Das Für und Wider sollte man dennoch sehr genau abwägen. Schließlich handelt es sich beim Fettabsaugen um eine Operation, die medizinisch nicht notwendig ist und aus rein ästhetischen Gründen durchgeführt wird. Wie für jeden anderen operativen Eingriff gilt auch hier: Die Fettabsaugung ist mit möglichen Risiken und Komplikationen während und nach der Operation verbunden. Auch wenn die Risiken gering sind, gilt es diese im Vorfeld zu bedenken.

Vor dem Fettabsaugen

Auf ein Fettabsaugen (Liposuktion) sollten Sie sich vorbereiten. Die Assistenten werden die zu behandelten Körperregion genau abmessen und dem entsprechend die Bandagen, Miederhosen oder Stützstrümpfe besorgen, die sie zur Operation mitbringen. Zwei Wochen vor dem Fettabsaugen sollten Sie nach Rücksprache mit Ihrem Arzt keine Medikamente mehr einnehmen, die die Blutgerinnung einschränken (wie z.B. den Wirkstoff Acetylsalicylsäure). Verzichten Sie vorher weitgehend auf den Genuss von Alkohol und die Einnahme von Schlafmitteln. Informieren Sie den behandelnden Arzt vor dem Fettabsaugen über bestehende oder mögliche Unverträglichkeiten gegenüber Medikamenten sowie bekannte Allergien. Alles Weitere klärt der Arzt im persönlichen Gespräch und in den vor einem Fettabsaugen durchzuführenden Untersuchungen.

Grundsätzlich gilt: Verschieben Sie das Fettabsaugen auf einen späteren Zeitpunkt, falls Sie sich körperlich abgeschlagen, niedergeschlagen oder krank fühlen. Gleiches gilt, wenn Sie sich hinsichtlich Ihrer Entscheidung noch nicht vollkommen sicher sind. Wenn Sie dagegen gesund sind, sich körperlich wohl fühlen und über einen stabilen Kreislauf verfügen, lässt sich das Fettabsaugen weitgehend risikofrei durchzuführen.

Ziele einer Liposuction

Das Ziel einer Fettabsaugung (Liposuktion) wird meistens aus ästhetischen Gründen eingesetzt. Sie ersetzt nicht die Gewichtsreduktion durch eine gezielte und dauerhafte Ernährungsumstellung sowie Sport. Eine Adipositas (Fettsucht) lässt sich ebenfalls nicht mit einem Fettabsaugen behandeln. Der Operateur entfernt bei einer Fettabsaugung in festgelegten Bereichen wie Bauch, Beine, Kinn, Oberarme, Oberkörper, Hals, Oberschenkel, Hüfte, Po, Rücken und Fesseln gezielt überschüssige Fettdepots ab. Als Faustregel für die Menge an abgesaugtem Fett gilt: Eine schonende Fettabsaugung entfernt ungefähr 70 Prozent des Fettgewebes innerhalb des festgelegten Körperareals.

Durch eine erfolgreiche Fettabsaugung werden die behandelten Körperbereiche schlanker. Die Proportionen des gesamten Körpers sollen harmonischer wirken. Fettabsaugungen können an derselben Stelle mehrfach durchgeführt werden. Einmal entferntes Fettgewebe wächst grundsätzlich nicht mehr nach. Da es dem Chirurg jedoch niemals gelingt, gänzlich alle Fettstammzellen zu entfernen, bildet sich aus ihnen teilweise neues Fettgewebe. Nach einer dreimaligen Fettabsaugung sind dennoch mehr als 90 Prozent des Fettgewebes und der sie bildenden Stammzellen entfernt. In der Regel passt sich die Haut der deutlich verringerten und veränderten Körperoberfläche an. Sie schrumpft sich selbst auf das richtige Maß zurück. Nur in Ausnahmenfällen – bei extrem schlaffer Haut – muss die überschüssige Haut chirurgisch entfernt werden oder mit anderen Techniken wie Laser oder Radiofrequenz während der Operation gestrafft werden.

Operation & Ablauf

Vor der Fettabsaugung (Liposuktion) markiert der Chirurg die zu entfernenden Fettpolster in Form von Linien auf dem Körper. Er legt so fest, wie er die entsprechende Körperstelle mit Hilfe der Fettabsaugung modellieren möchte. Das Fettabsaugen beginnt mit einem kleinen Hautschnitt von 0,5 bis 1 Zentimeter Länge, nach Möglichkeit an einer unauffälligen Stelle, zum Beispiel in den Gesäßfalten oder im Nabel. Im Anschluss leitet der Chirurg solange physiologische Kochsalzlösung in das Zielgebiet, bis das Unterhautfettgewebe gut gefüllt ist. Sie lockert das Unterhautgewebe und löst die Fettzellen für das nachfolgende Fettabsaugen.

Nun beginnt die eigentliche Fettabsaugung: Der Chirurg führt durch den Hautschnitt eine lange Kanüle in das Unterhautfettgewebe ein. Mittels Unterdruck saugt er die traubenähnlichen Unterhautfettzellen aus ihrer bindegewebeartigen Hülle. Die eingesaugten Fetttrauben sind bis zu zwei Zentimeter groß. Mit Fingerspitzengefühl muss sich der Chirurg beim Fettabsaugen durch die Haut vorarbeiten. Immer aufs Neue gilt es zu entscheiden, was er an Fettgewebe entfernt und was er erhält. Diese Mischung aus Fingerspitzengefühl, Können und Erfahrung entscheidet über eine erfolgreiche Fettabsaugung – eine schlankere, ebenmäßige Körperkontur anstelle einer radikalen Entfernung von Fettzellen.

Dauer der Operation

Die Operationsdauer einer Fettabsaugung beträgt je nach Körperbereich sowie Ausmaß der geplanten Fettabsaugung (Liposuktion) zwischen 45 Minuten und 4 Stunden. Die abgesaugte Fettzellen sammelt der Arzt in einem Behälter, um die Menge messen zu können. Je nach individueller Körperkonstitution variiert die Menge an abgesaugtem Fettgewebe in ein und derselben Region deutlich. Am Ende des Fettabsaugens verklebt oder vernäht der Operateur den Hautschnitt. Noch auf dem Operationstisch werden dem Patienten eine Miederhose, Stützstrümpfe oder Bandagen übergezogen – das presst die entstandenen Hohlräume zusammen. Blut, gelöstes Fett und Gewebeflüssigkeit können sich so deutlich weniger anstauen, wodurch weniger Narben entstehen.

In der Regel werden Fettabsaugungen heute ambulant und unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Die örtliche Betäubung wird dabei beispielsweise mittels einer sogenannten Tumeszenz-Anästhesie eingesetzt: Es wird dabei solange Tumeszenz-Lösung zwischen die Gewebeschichten des Unterhautgewebes gespritzt, bis sich dort ein pralles Flüssigkeitsreservoir gebildet hat.

Die Tumeszenzlösung besteht aus einer Kochsalzlösung, die das örtliche Betäubungsmittel (lokales Anästhetikum) sowie einen gefäßverengenden Wirkstoff wie zum Beispiel Adrenalin enthält. Sie sorgt dafür, dass der Patient schmerzfrei ist und sich seine Neigung zu Blutungen verringert. Außerdem dient sie als Lösungsmittel, die das Unterhautfettgewebe auflockert, in eine gleichmäßige Masse verwandelt und so auf die Fettabsaugung vorbereitet. Nicht selten versetzt der Anästhesist den Patienten zusätzlich in einen Dämmerschlaf, um für völlige Schmerzfreiheit zu sorgen.

Beim Fettabsaugen im Bereich von Hüfte und Beinen kann auch eine Spinalanästhesie angewendet werden, die zeitweise die entsprechenden Nerven in der Nähe des Rückenmarks betäubt. Der Vorteile einer örtlichen Betäubung liegen auf der Hand: Patient und Chirurg können gegebenenfalls auch während der Fettabsaugung miteinander sprechen. Der Patient kann sich zudem nach Anweisung des Chirurgen während eines Eingriffs selbstständig drehen und wenden. Und: Patienten können die Klinik in der Regel nach dem Fettabsaugen verlassen. Eine professionelle Betreuung nach der Operation ist allerdings auch dann wichtig.

Größere Fettabsaugungen erfordern nach wie vor eine Vollnarkose. Die dafür notwendigen Voruntersuchungen werden in der Klinik durchgeführt. Darüber hinaus besprechen Sie die Narkose mit dem Anästhesisten. Je nach Größe der Fettabsaugung ist mit einem Aufenthalt in der Klinik von ein bis acht Tagen zu rechnen. Bei normalem Wundheilungsverlauf ist ein Fettabsaugen an derselben Körperzone mehrmals möglich. Eine schonende Fettabsaugung entfernt höchstens 70 Prozent des bestehenden Fettgewebes innerhalb der gewünschten Körperzone.

Nach der  Fettabsaugung/Liposuction

Nach einer Fettabsaugung (Liposuktion) tragen Sie für die Dauer von ein bis drei Wochen je nach Ort des Eingriffs Kompressionsmieder, Stützstrümpfe oder Bandagen – und zwar Tag und Nacht. Bei Bedarf dehnt sich die Anwendungsdauer nach der Fettabsaugung auf bis zu sechs Wochen aus. Das Anlegen von Kompressionsmiedern und Co. presst die Hohlräume zusammen, die durch die Fettabsaugung entstanden sind. Faktoren, die die Narbenbildung begünstigen – wie Blut, gelöstes Fett und Gewebeflüssigkeit – können sich dadurch nicht anstauen.

Ein bis zwei Wochen nach der Fettabsaugung kontrolliert der behandelnde Arzt den Heilungsprozess und den Gesundheitszustand des Patienten. Das eigentliche, kosmetische Ergebnis der Fettabsaugung wird nach drei bis vier Monaten beurteilt. Auch in der Zeit zwischen der ersten Gesundheitskontrolle und der ersten kosmetischen Kontrolle ist es ratsam, den Kontakt zum behandelnden Arzt aufrecht zu erhalten. Aufkommende Fragen lassen sich so rasch beantworten und auftretende Komplikationen frühzeitig behandeln.

Bei einer größeren Fettabsaugung kommt es vor, dass Sie einige Tage arbeitsunfähig sind. Beziehen Sie dies bei der Planung des Eingriffs mit ein. In der Regel werden Sie nach einer Fettabsaugung weder in puncto Befinden noch in puncto Bewegung langfristig beeinträchtigt sein. Dennoch gilt: Schonen Sie sich und gönnen Sie sich ausreichend Ruhe. Verzichten Sie in den ersten Wochen nach dem Fettabsaugen auf ausgiebige Bewegung sowie sportliche Aktivitäten oder betreiben Sie diese nur stark eingeschränkt und ausschließlich nach Rücksprache mit Ihrem Arzt.

Komplikationen

Eine Fettabsaugung (Liposuktion) ist wie jeder andere operative Eingriff auch mit selten auftretenden Komplikationen verbunden, wie zum Beispiel einem niedrigen Narkoserisiko. Nach dem Fettabsaugen kann sich der betroffene Körperbereich für eine gewisse Zeit taub anfühlen. Entstandene Blutergüsse müssen konsequent bandagiert werden, da ansonsten das Risiko für die Entstehung von Narbenplatten steigt. Eine entsprechende Veranlagung erhöht das individuelle Risiko nach einer Fettabsaugung. Narbenplatten prägen sich unter Umständen so stark aus, dass sie als oberflächliche Unebenheiten sichtbar werden. Bilden sie sich über Wochen nach dem Fettabsaugen nicht oder nur langsam zurück, kann ein weiterer Eingriff die Narbenbildung korrigieren.

Entfernt der Operateur im Rahmen der Fettabsaugung größere Mengen von Fettgewebe, kann es vorkommen, dass der Patient große Mengen an Gewebeflüssigkeit oder Blut verliert. Infusionen oder Blutkonserven müssen den Verlust wieder ausgleichen. In sehr seltenen Fällen treten Embolien in Folge von Gerinnseln auf. Sie bedürfen einer sofortigen intensivmedizinischen Behandlung.

Insbesondere für schlanke Menschen stellt ein Fettabsaugen ein erhöhtes Risiko dar. Da sie schon vor dem Eingriff wenig überschüssiges Fettgewebe besitzen, verengt sich auch der Spielraum, ein verunglücktes Fettabsaugen, das beispielsweise zu Verwachsungen geführt hat, nachträglich zu korrigieren.

Heilungsprozess

Der Heilungsprozess beginnt unmittelbar nach der Fettabsaugung (Liposuktion), auch wenn die behandelte Körperregion schmerzt und sich Blutergüsse und Schwellungen gebildet haben. Innerhalb von einigen Tagen bis Wochen gehen die Beschwerden mehr und mehr zurück. Drei Monate nach der Fettabsaugung sollten die Beschwerden nahezu vollständig verschwunden sein. Die im Zuge des Eingriffs vorgenommenen Hautschnitte hinterlassen kleine Narben. Sie verblassen im Laufe der Zeit und sind in der Regel kaum noch zu erkennen.

Einen ersten Eindruck des kosmetischen Ergebnisses der Fettabsaugung verschafft sich der Arzt in der Regel nach drei bis vier Monaten. Die überschüssige Haut hat sich nach diesem Zeitraum der neuen Oberfläche des Unterhautgewebes angepasst; ein vorläufiges Ergebnis ist bereits zu sehen. Das endgültige Ergebnis des Fettabsaugens zeigt sich nach ungefähr sechs bis neun Monaten. Verzichten Sie für die Dauer der Heilung auf Massagen und sonstige starke Beanspruchungen der Haut, da diese den Heilungsprozess verzögern. Heilungsfördernd wirken hingegen kalte Duschen. Sie regen die Durchblutung an und beschleunigen so die Heilung.

Ergebnis

Als Ergebnis einer erfolgreichen Fettabsaugung (Liposuktion) wirkt die behandelte Körperregion schlanker und fügt sich harmonisch in die Proportionen des Körpers ein. Die Oberfläche des abgesaugten Areals erscheint ebenmäßig. Durch den Eingriff entstandene Narben sind kaum oder nicht mehr zu sehen.

Das Fettabsaugen stellt jedoch keine Alternative zum Gewichtsverlust durch ausgewogene Ernährung, Sport und Bewegung dar. Auch lässt sich mit einer Fettabsaugung keine Adipositas (Fettsucht) behandeln.

Klassifizierung des Schweregrades

International werden verschiedene Skalierungen verwendet, um den Schweregrad der Akne zu objektivieren. Nachfolgend wird eine Bewertungssystem dargestellt, dass sich an den

Akneeffloreszenzen, Komedonen (Mitesser), Papeln und Papulopusteln (Knoten und eitrige Knötchen und stark entzündlichen Knoten) orientiert.

Schweregrad Komedonen Papeln und Pusteln Knoten
MILD wenige bis einige wenige bis einige keine
MODERAT einige bis viele einige bis viele wenige bis einige
SCHWER zahlreiche zahlreiche und/oder exzessiv viele

Diese Bewertungsskalen sind insbesondere für klinische Studien wichtig. In der Praxis spielen sie keine zu große Bedeutung, da der objektive Schweregrad gerade bei der Akne häufig nicht mit dem subjektiven Beschwerdegrad korreliert.

Pathogenese der Akne

Die die Erkrankung kennzeichnenden Hautveränderungen sind das Resultat verschiedener, sich gegenseitig beeinflussender Faktoren.

Aufgrund neuerer Untersuchungen sind die entzündlichen Veränderungen nicht nur eine Folge der proinflammatorisch wirksamen bakteriellen Stoffwechselprodukte von Propioniobacterium acnes wie Lipasen oder Hyaluronidasen. Bei Aknepatienten ist von vorneherein eine entzündliche Reaktionsbereitschaft des Follikels gegeben. Selbst für die Komedonenbildung wird eine immunologische Grundlage diskutiert, die insbesondere über um den Follikel angeordnete Leukozyten, speziell T-Lymphozyten, mediiert wird.

Akne – Leidensdruck korreliert häufig nicht mit dem objektiven Schweregrad

Neben komplizierten Verläufen der Akne in Form der Acne fulminans, einer durch hämorrhagische, schmerzhafte Ulzerationen in Verbindung mit Allgemeinsymptomen wie Fieber oder Polyarthralgien gekennzeichneten Variante, oder Akneerkrankungen, die mit hypertrophen Narben oder Spontankeloiden einhergehen, gehört die Akne zu den Erkrankungen, die unabhängig vom Schweregrad häufig mit einer hohen psychischen Belastung der Betroffenen einhergehen. Akne ist deshalb als eine ernst zu nehmende Erkrankung und nicht als geringfügiges Pubertätsproblem aufzufassen.

Klinik der Akne

Neben der Seborrhö kennzeichnen nicht-entzündliche Hautveränderungen in Form der geschlossenen und offenen Komedonen (Mitesser) die Acne comedonica, wohingegen entzündliche Hautveränderungen in Form von Papeln und Papulopusteln das Bild der Acne papulopustulosa charakterisieren. Kommt es zusätzlich zum Auftreten von entzündlichen einschmelzenden und fistulierenden Knoten, die unter Zurücklassen typischer brückenartiger Narben, den sog. Fistelkomedonen abheilen, und Zysten liegt die schwerste Form der Akne vor, die Acne conglobata.

Acne vulgaris – Klinik

  • in 15% ist aufgrund der Schwere eine medikamentöse dermatologische Therapie indiziert
  • durch unsachgemäße Ernährung (Milchprodukte, Kohlenhydrate mit hohem glykämischen Index) kann die Akne verschlechtert werden
  • die Behandlung soll das Auftreten von Narben verhindern
  • für entzündliche Verlaufsformen sind topische Kombinationspräparate (Benzoylperoxid in Kombination mit Clindamycin oder Adapalen) die Therapie der ersten Wahl
  • kommt es unter einer optimalen äußerlichen Behandlung nach circa 3-6 Monaten zu keinem befriedigenden Ansprechen, ist die orale Gabe von Isotretinoin indiziert

Epidemiologie

Die Akne kommt zwar in allen Altersgruppen, bei Neugeborenen (Acne neonatorum) und auch bei Erwachsenen jenseits der 40er (Acne tarda) vor, zeigt jedoch ihren Häufigkeitsgipfel eindeutig in der Adoleszenz. Akne hat in den letzten Jahren in Ländern mit einem westlichen Lebensstil an Häufigkeit zugenommen. Die Erkrankung verläuft in vielen Fällen leicht und nur über einen kurzen Zeitraum. Eine behandlungsbedürftige Akne besteht bei etwa 15% der Jugendlichen, wobei Jungen in etwa gleich häufig wie Mädchen erkranken. Schwere Verläufe wie die Acne conglobata werden jedoch häufiger beim männlichen Geschlecht beobachtet.

Moderne Lasertechnik

Kohlendioxidlaser

Ein Kohlendioxidlaser (oder CO2-Laser) eignet sich sehr gut, um gutartige, aber dennoch störende Hautveränderungen – zum Beispiel Warzen, Aknenarben – zu behandeln. Er wird häufig bei tieferen Narben bzw. Hautveränderungen eingesetzt. Auch ein Laser-Skin-Resurfacing zur Abtragung von feinen Falten ist damit möglich.

Fraxel Re:pair®.

Dies ist ein spezieller CO2-Laser, der eine Alternative zum herkömmlichen Kohlendioxidlaser sein kann.

Langgepulster Farbstofflaser

Mit Farbstofflasern können unterschiedlich dicke Blutgefäße behandelt werden, weshalb sie insbesondere bei der Behandlung von erweiterten Blutgefäßen im Gesicht und Hals (die sich unter anderem in Hämangiomen, Couperose, Feuermalen äußern können) eingesetzt werden. » Mehr über die Behandlung von Blutschwämme, Angiome und  Feuermale und zusätzlich.

Langgepulster Alexandritlaser

Der langgepulste Alexandritlaser wird genutzt, um störende Haare dauerhaft zu entfernen.

Non-ablative und ablative fraktionierte Photothermolyse

Zur Behandlung von Narben, Falten, Pigmentstörungen oder großen Hautporen kann die fraktionelle Photothermolyse eine gute Wahl sein. Der Laserstrahl wird zwar gebündelt auf die Haut gerichtet, jedoch ist er aufgeteilt („fraktioniert“), sodass die Hautpartie nicht komplett, sondern nur in einem Muster aus feinen Punkten behandelt wird. » Mehr zur  CO2 Laser und Erbium Yag und zusätzlich.

  • Non-ablative (nicht-abtragende) Methode. Hierbei wird das Gewebe erhitzt, was die Neubildung von gesundem Hautgewebe anregt.
  • Ablative (abtragende) Methode. Bei der ablativen Methode wird das Gewebe durch Verdampfung entfernt. In der Folgezeit bildet sich Hautgewebe neu.

Langgepulster Nd:YAG-Laser

Hautunebenheiten wie oberflächliche Narben, Muttermale oder kleine Falten lassen sich mit einem langgepulsten Nd:YAG-Laser sehr gut behandeln. Auch können im Verlauf weiterer Behandlungstermine mögliche Gewebeunterschiede angeglichen werden.

Q-switched Nd:YAG-Laser

Mit dem q-switched-Laser können dunkle Hautveränderungen wie Pigmentstörungen, Altersflecken, Narben, aber auch Tätowierungen aufgehellt und entfernt werden. Der Laserstrahl trifft gezielt nur auf die veränderte Hautstelle, so dass sie sich in feine Teilchen auflöst. Der Organismus kann diese Teilchen eigenständig abtransportieren.» Mehr zur Nd:YAG-Laser und zusätzlich.

Smartlipo MPX™

Dieses Lasersystem wurde speziell für die Laserlipolyse entwickelt, bei der Fettgewebe durch Erwärmung aufgelöst wird. Ein integrierter Temperatursensor ermittelt während der Behandlung kontinuierlich die erreichte Wärme, weshalb mit dem Laser noch präziser gearbeitet werden kann.

Endoluminale Lasertherapie

Dies ist eine Möglichkeit, um Krampfadern zu behandeln. In die Vene wird eine Spezialfaser geführt, die mit Laserlicht erhitzt wird. Die Wärme verschweißt die Venen, sodass kein Blut mehr hindurchfließen kann. Im Verlauf der nächsten Monate werden diese Venen vom Organismus abgebaut. » Als Alternative dazu kann die Radiowellentherapie mit dem VNUS Closure infrage kommen.

Botulinumtoxin

Was ist Botulinumtoxin?

Botulinumtoxin ist ein Neurotoxin ( = Nervengift ) und wird von dem Bakterium Clostridium botulinum gebildet. Botulinumtoxin ist seit langem als Verursacher von Nahrungsmittelvergiftungen bekannt. Sehr stark verdünnt kann dieses Gift jedoch medizinisch sehr wirkungsvoll eingesetzt werden.

Besser bekannt ist Botulinumtoxin unter den Firmennamen Botox oder Dysport. Erstmals wurde Botulinumtoxin 1980 erfolgreich zur Behandlung von Strabismus ( = Schielen ) und von Blepharospasmus ( = Lidkrampf) eingesetzt. Heute findet das Neurotoxin vielfältige Anwendung: es wird z.B: zur Behandlung der Hyperdrosis ( = übermäßiges Schwitzen ) eingesetzt oder bei der Schönheitsbehandlung zur Glättung von Falten verwendet.
Diese Ausführung beschäftigt sich jedoch mit Therapie von Patienten mit spastischen Syndromen. Der Begriff Spastik stammt von dem griechischen Wort Spasmus ab und bedeutet soviel wie “Krampf”. Unter einer Spastik versteht man also eine Verkrampfung der Muskulatur. Der Muskeltonus ist pathologisch erhöht und führt zu einer Verkürzung der Muskelstränge in der betroffenen Extremität. Die Folgen sind u.a. Schmerzen, Unbeweglichkeit und Fehlstellungen der Gelenke. Häufige Erkrankungen, die mit einer Spastik einhergehen sind Multiples Sklerose, Schlaganfall, Schädel-Hirntraumen, Rückenmarksverletzungen und Hirnschädigungen durch Sauerstoffmangel.

Wie wirkt Botulinumtoxin?

Botulinumtoxin wird direkt in den betroffenen Muskel injiziert. Das Neurotoxin bewirkt eine Blockierung der Übertragung von Signalen zwischen dem Nerv und seinem Zielmuskel. Dadurch kommt es zu einer Schwächung des Muskels und die übermäßige Versteifung des spastischen Muskels nimmt ab.
Die Wirkung tritt nach ca. 3-4 Tagen ein, die Wirkdauer ist individuell unterschiedlich und beträgt zwischen 3-4 Monaten. Botulinumtoxin wird im Laufe der Zeit vom Körper abgebaut, die Wirkung ist also rückläufig und eine erneute Injektion ist notwendig. Eine bessere Verteilung des Medikaments kann durch eine gleichzeitige Elektrostimulation des Muskels erreicht werden. Das Krankenhaus Lindenbrunn setzt diese Methode u.a. seit einiger Zeit mit Erfolg ein.
In seltenen Fällen bilden Patienten Antikörper aus gegen Botulinumtoxin oder es kommt zu einer vorübergehend anhaltenden Schwächung des Muskels.

Bei welchen spastischen Symptomen ist die Anwendung von Botulinumtoxin geeignet?

Die Behandlung mit Botulinumtoxin ist dann sinnvoll, wenn die Spastik einzelne Muskeln betrifft. Beispielsweise, wenn ein spastischer Spitzfuss, ein Adduktorenspasmus ( Spastik in den Oberschenkeln ), ein ständiger Faustschluss oder eine Spastik der Oberarme oder der Waden vorliegt. Denn Botulinumtoxin kann wegen eventueller Nebenwirkungen nur in eine begrenzte Anzahl von Muskeln injiziert werden; Bei einer generalisierten Spastik ( = Spastik, die den ganzen Körper betrifft ) könnte das Medikament nicht zielgerichtet eingesetzt werden, da die notwendige Dosis zu hoch wäre und man mit ernsten Nebenwirkungen rechnen müsste.

Wann ist der Einsatz von Botulinumtoxin nicht geeignet?

Da Botulinumtoxin direkt in den Muskel injiziert wird ergeben sich einige Gegenanzeigen durch diese Art der Anwendung. Somit ist Botulinumtoxin nicht geeignet, wenn eine angeborene oder erworbene Gerinnungsstörung vorliegt oder wenn gerinnungshemmende Medikamente eingenommen werden.
Allgemeine Gegenanzeigen für den Einsatz von Botulinumtoxin sind die Einnahme von Aminoglykosidantibiothika, das Vorliegen einer Myasthenie ( = Muskelschwäche ) andere muskuläre Erkrankungen oder eine Schwangerschaft.

Was kann man mit Botulinumtoxin erreichen und was nicht?

Ziel der Behandlung mit Botulinumtoxin ist

  • die Schmerzlinderung,
  • die Erleichterung der Pflege,
  • die Prophylaxe von Hautinfektionen ( beim ständigen Faustschluss kommt es häufig zu Pilzinfektionen ),
  • die Prophylaxe von Fehlstellungen und Kontrakturen ( Verkürzungen von Muskeln und Sehnen ) und eine,
  • Verbesserung der Funktionalität.

Die Anwendung von Botulinumtoxin bewirkt bei allen genannten Erscheinungsformen eine Abnahme des Muskeltonus, eine Verbesserung des aktiven und passiven Bewegungsumfangs und eine Schmerzlinderung. Die Pflege wurde insbesondere durch die Behandlung des Adduktorenspasmus ( Spastik in den Oberschenkeln) erleichtert. Die Behandlung des Faustschlusses führte zu einem Nachlassen des “Einkrallens” der Finger in die Handinnenfläche und so zu besseren hygienischen Verhältnissen. Die Abteilung für Neurologische Rehabilitation der Klinik Berlin konnte auch bei der Behandlung des Spitzfußes mit Botulinumtoxin eine funktionelle Verbesserung feststellen. Die Patienten konnten nach der Behandlung schneller und symmetrischer gehen und ihren Körper während dem Stehen besser nach vorne verlagern.

Die Behandlung mit Botulinumtoxin sollte immer in Kombination mit anderen therapeutischen Maßnahmen erfolgen. Durch Krankengymnastik beispielsweise – in Verbindung mit Botox-Injektionen – können spastische Muskeln gedehnt werden und der betroffene Muskel hat die Möglichkeit zu wachsen. Durch die Zunahme der Länge des Muskels kann man oftmals Kontrakturen vermeiden und Muskel- oder Sehnenverlängernde Operationen hinauszögern oder sogar ganz vermeiden.
Durch die Anwendung des Botulinumtoxin ist eine wesentliche Verbesserung der Spastik möglich, aber keine Heilung!!!!

Gibt es noch weitere Möglichkeiten zur medikamentösen Behandlung einer Spastik?
Neben der Behandlung mit Botulinumtoxin gibt es noch die Möglichkeit der oralen medikamentösen Behandlung oder die Implantation einer Baclofen Pumpe.
Bei der oralen medikamentöse Behandlung dämpfen Medikamente wie z. B. Baclofen, Tizanidin oder Diazepam den Muskeltonus unspezifisch. Deshalb ist diese Art der Behandlung besonders für immobile Patienten geeignet mit dem Ziel der Schmerzlinderung und der Pflegeerleichterung. Nebenwirkungen können verstärkte Müdigkeit, Benommenheit und eine generalisierte Muskelschwäche sein. Deshalb werden orale Antispastika oft nicht bis zu einer therapeutisch befriedigenden Stärke aufdosiert.
Das Einsetzen einer Baclofen-Pumpe ist nur zur Therapie einer sehr schweren generalisierten Spastik geeignet. Nur wenn die orale medikamentöse Behandlung und der Einsatz von Botulinumtoxin nicht die gewünschte Wirkung zeigen sollte eine Baclofen- Pumpe zum Einsatz kommen.

Autor des Artikels – Barbara Walter (cand. phil.) Institut für Sonderpädagogik, Universität Würzburg
Dermatologie und Lazermedizin Dermapraxis

Nagelpilz (Onychomykose)

Nagelpilz (Onychomykose) ist vor allem lästig – denn es dauert meist lange, ihn wieder loszuwerden. Dicke, verfärbte und unschön aussehende Finger- oder Zehennägel können Zeichen für einen Nagelpilz sein. Grundsätzlich kann jeder einen Nagelpilz bekommen – wer aber zu enge Schuhe trägt, an Durchblutungsstörungen oder Diabetes mellitus leidet oder gerne barfuß im Schwimmbad unterwegs ist, gilt als besonders gefährdet. Oft entwickelt sich eine Onychomykose aus einem unbehandelten Fußpilz.

Ob im Schwimmbad oder in der Sauna: In einem feucht-warmen Milieu fühlen sich Hautpilze so richtig wohl. Leicht kann man sich dort anstecken. Kein Wunder, dass Nagelpilz die häufigste Erkrankung der Nägel ist.

In den meisten Fällen sind bestimmte Fadenpilze für den Nagelpilz verantwortlich: die sogenannten Dermatophyten, welche auch zuFußpilz führen können. Seltener entsteht eine Onychomykose durch Hefepilze, Schimmelpilze oder auch durch eine Kombination mehrerer Pilzformen.

Die Nagelpilz-Behandlung ist oft langwierig und erstreckt sich über mehrere Monate. Wie die Therapie aussieht, hängt davon ab, um welchen Pilz es sich handelt und wie stark und wo sich dieser bereits ausgebreitet hat.

In leichten Fällen reicht es aus, die betroffenen Nägel mithilfe von speziellen pilzabtötenden Nagellacken und Cremes zu behandeln und besonders auf eine gründliche Hygiene zu achten. Ist bereits die Nagelwurzel angegriffen oder sind viele Nägel infiziert, müssen Antipilzmittel (sog. Antimykotika) eingenommen werden, zum Beispiel in Tablettenform.

Nagelpilz können Sie vorbeugen, indem Sie beispielsweise im Schwimmbad Badeschuhe tragen und auf bequemes, atmungsaktives Schuhwerk achten. Füße und Hände sollte man immer gründlich abtrocknen – vor allem in den Zwischenräumen der Zehen. Da kleine Verletzungen das Risiko für eine Onychomykose erhöhen, sollten Sie bei der Maniküre oder Pediküre besonders sorgfältig sein.

Pocken

Die Pocken, auch Blattern genannt, sind eine hochgradig ansteckende, schwere Infektionskrankheit, die durch Viren entsteht. Seit einiger Zeit gelten sie als ausgerottet.

Da die Pocken hochansteckend sind, konnten sie sich früher aufgrund des fehlenden Impfschutzes sehr rasch ausbreiten und traten demnach räumlich und zeitlich gehäuft auf: Es entstanden sogenannte Pockenepidemien. Nach der weltweiten Einführung der Pockenschutzimpfung im Jahr 1967 sank die Häufigkeit der Pockenfälle drastisch – schließlich gelang es, die Pocken auszurotten: Seit 1980 gilt die Welt offiziell als pockenfrei.

Die Pocken zeigen einen typischen Krankheitsverlauf: Anfangs lösen sie allgemeine Beschwerden mit Fieber und eine Atemwegsentzündung aus. Es entsteht ein vorübergehender Hautausschlag; die Krankheit ist zu diesem Zeitpunkt sehr ansteckend. Nach kurzfristigem Fieberabfall treten die für Pocken typischen Papeln auf der Haut auf, die sich mit virushaltiger Flüssigkeit füllen: Sie zeigen sich zunächst im Gesicht und breiten sich dann über den ganzen Körper aus, wobei vor allem die Extremitäten betroffen sind. Die Betroffenen haben hohes Fieber mit Verwirrtheit (Delirium), sind desorientiert und entwickeln Wahnvorstellungen. Die Papeln verändern sich zu Pusteln, die bald verkrusten beziehungsweise verschorfen. Nach einiger Zeit fallen die Krusten ab, was mit starkem Juckreiz verbunden ist. Besonders im Gesicht bleiben häufig Narben zurück (sog. Pockennarben).

Bei der als schwarze Blattern bezeichneten besonders schweren Form der Pocken ist die Zeit zwischen Ansteckung und Auftreten der ersten Symptome verkürzt; innerhalb weniger Tage kommt es zu ausgedehnten, schweren Blutungen in die Haut, zu Blutungen der Schleimhäute sowie der inneren Organe. Sogenannte weiße Pocken hingegen sind eine zweite, harmlosere Form, die von den echten Pocken mit schwerem Verlauf zu unterscheiden ist.

Eine Therapie gegen Pocken gibt es nicht; es sind nur die Symptome behandelbar. Durch die Schutzimpfung ist die Erkrankung jedoch vermeidbar.

Pigmentstörung

Bei einer Pigmentstörung ist die Bildung von Farbpigmenten gestört, sodass die Haut stärker (Hyperpigmentierung) oder schwächer (Hypopigmentierung, Depigmentierung) gefärbt ist als normal.

Die Ursachen für die Abweichungen der Hautfarbe sind je nach Form der Pigmentstörung unterschiedlich. Dabei können sowohl erblich bedingte Faktoren als auch äußere Einflüsse auf die Haut wie Kälte, Wärme, Druck, Reibung, Kosmetika oder bestimmte Medikamente eine Rolle spielen. Für eine Pigmentstörung können zudem hormonelle Veränderungen verantwortlich sein.

Die bei einer Pigmentstörung auftretenden Symptome sind sehr unterschiedlich: Die typischen Farbveränderungen können sich in ihrer Größe, Symmetrie, Ausprägung und Farbe stark unterscheiden. Bei manchen Pigmentstörungen bleiben sie auf bestimmte Körperstellen begrenzt; manchmal kann auch die gesamte Haut von der Pigmentstörung betroffen sein.

Bei einer Pigmentstörung ist die natürliche Färbung der Haut infolge einer gestörten Bildung von Farbpigmenten verändert.

Für die Pigmentierung der Haut sind bestimmte Zellen in der Oberhaut (Epidermis), die Melanozyten, zuständig: Diese Zellen geben der Haut ihre individuelle Farbe. Sie bilden – angeregt durch die Sonneneinstrahlung – das bräunliche Pigment Melanin und sorgen somit für eine natürliche Färbung der Haut. Das Melanin verhindert, dass schädliches UV-Licht in tiefere Hautschichten eindringt. Liegt eine Pigmentstörung vor, ist die Bildung der Farbpigmente örtlich oder auch flächendeckend gestört, sodass es an den jeweiligen Stellen zu einer Farbveränderung der Haut kommt. Pigmentstörungen können in folgenden Formen auftreten:
•    Melaninüberschuss (Hypermelanose)
Die Haut ist stärker gefärbt als normal: Die Pigmentstörung hat die Form einer sogenannten Hyperpigmentierung.
•    Melaninmangel (Hypomelanose)

Die Haut ist schwächer gefärbt als normal: Bei der durch Hypopigmentierung gekennzeichneten Pigmentstörung ist der Melaningehalt in der Haut vermindert, bei der Depigmentierung fehlt das Melanin völlig.

Mycosis fungoides

Hartnäckige Hautveränderungen, die einer Schuppenflechte oder einem Ekzem ähneln und vielleicht auch Juckreiz auslösen, können erste Anzeichen für eine Mycosis fungoides sein: Dies ist eine seltene Krebserkrankung, die typischerweise sehr langsam verläuft. Früh behandelt ist die Mycosis fungoides meist heilbar.

Die Mycosis fungoides zählt zur Gruppe der weniger bösartigen sogenannten Non-Hodgkin-Lymphome. Sie entsteht dadurch, dass bestimmte weiße Blutkörperchen – die T-Lymphozyten – entarten (d.h. bösartig sind) und die Haut befallen. Entsprechend bezeichnet man die Mycosis fungoides auch als kutanes T-Zell-Lymphom (lat. Cutis = Haut). Normalerweise bekämpfen die T-Lymphozyten als Teil des Immunsystems Krankheitserreger. Die Ursachen für ihre Entartung und somit für die Entstehung der Mycosis fungoides sind unbekannt.

Die bei der Mycosis fungoides auftretenden Hautsymptome sind wenig kennzeichnend und verändern sich typischerweise längere Zeit kaum: Nach dem Auftreten der ersten ekzemähnlichen Hautveränderungen können Jahre vergehen, bis die Mycosis fungoides tiefere Hautschichten befällt und als weitere Symptome flach erhabene Herde (Plaques) und kleine Knötchen entstehen. Nachfolgend (wenn sich diese Symptome auf die gesamte Haut ausgebreitet haben), entwickeln sich größere pilzförmige Knoten, die zur Geschwürbildung neigen. Nach langjährigem Verlauf befällt die Mycosis fungoides auch die Lymphknoten und kann sich dann rasch über den Blutweg auf andere Organe (z.B. Leber o. Lunge) ausbreiten.

Worin die gegen eine Mycosis fungoides eingesetzte Therapie besteht, hängt vom Stadium der Erkrankung ab: Zu Beginn ist die Photochemotherapie sehr wirksam, später kommen Immuntherapie, Strahlentherapie und Chemotherapie zum Einsatz. Frühzeitig behandelt hat die Mycosis fungoides eine gute Prognose. Und auch in späten Stadien der Mycosis fungoides kann eine Therapie noch lang andauernde Krankheitsrückgange (Remissionen) erzielen. Wichtig ist, dass die gewählten Behandlungsmaßnahmen nicht mehr Beschwerden verursachen als der Krebs selbst, denn: Eine zu aggressive Behandlung der Mycosis fungoides verlängert nicht die Lebenserwartung.