Moderne Lasertechnik

Kohlendioxidlaser

Ein Kohlendioxidlaser (oder CO2-Laser) eignet sich sehr gut, um gutartige, aber dennoch störende Hautveränderungen – zum Beispiel Warzen, Aknenarben – zu behandeln. Er wird häufig bei tieferen Narben bzw. Hautveränderungen eingesetzt. Auch ein Laser-Skin-Resurfacing zur Abtragung von feinen Falten ist damit möglich.

Fraxel Re:pair®.

Dies ist ein spezieller CO2-Laser, der eine Alternative zum herkömmlichen Kohlendioxidlaser sein kann.

Langgepulster Farbstofflaser

Mit Farbstofflasern können unterschiedlich dicke Blutgefäße behandelt werden, weshalb sie insbesondere bei der Behandlung von erweiterten Blutgefäßen im Gesicht und Hals (die sich unter anderem in Hämangiomen, Couperose, Feuermalen äußern können) eingesetzt werden. » Mehr über die Behandlung von Blutschwämme, Angiome und  Feuermale und zusätzlich.

Langgepulster Alexandritlaser

Der langgepulste Alexandritlaser wird genutzt, um störende Haare dauerhaft zu entfernen.

Non-ablative und ablative fraktionierte Photothermolyse

Zur Behandlung von Narben, Falten, Pigmentstörungen oder großen Hautporen kann die fraktionelle Photothermolyse eine gute Wahl sein. Der Laserstrahl wird zwar gebündelt auf die Haut gerichtet, jedoch ist er aufgeteilt („fraktioniert“), sodass die Hautpartie nicht komplett, sondern nur in einem Muster aus feinen Punkten behandelt wird. » Mehr zur  CO2 Laser und Erbium Yag und zusätzlich.

  • Non-ablative (nicht-abtragende) Methode. Hierbei wird das Gewebe erhitzt, was die Neubildung von gesundem Hautgewebe anregt.
  • Ablative (abtragende) Methode. Bei der ablativen Methode wird das Gewebe durch Verdampfung entfernt. In der Folgezeit bildet sich Hautgewebe neu.

Langgepulster Nd:YAG-Laser

Hautunebenheiten wie oberflächliche Narben, Muttermale oder kleine Falten lassen sich mit einem langgepulsten Nd:YAG-Laser sehr gut behandeln. Auch können im Verlauf weiterer Behandlungstermine mögliche Gewebeunterschiede angeglichen werden.

Q-switched Nd:YAG-Laser

Mit dem q-switched-Laser können dunkle Hautveränderungen wie Pigmentstörungen, Altersflecken, Narben, aber auch Tätowierungen aufgehellt und entfernt werden. Der Laserstrahl trifft gezielt nur auf die veränderte Hautstelle, so dass sie sich in feine Teilchen auflöst. Der Organismus kann diese Teilchen eigenständig abtransportieren.» Mehr zur Nd:YAG-Laser und zusätzlich.

Smartlipo MPX™

Dieses Lasersystem wurde speziell für die Laserlipolyse entwickelt, bei der Fettgewebe durch Erwärmung aufgelöst wird. Ein integrierter Temperatursensor ermittelt während der Behandlung kontinuierlich die erreichte Wärme, weshalb mit dem Laser noch präziser gearbeitet werden kann.

Endoluminale Lasertherapie

Dies ist eine Möglichkeit, um Krampfadern zu behandeln. In die Vene wird eine Spezialfaser geführt, die mit Laserlicht erhitzt wird. Die Wärme verschweißt die Venen, sodass kein Blut mehr hindurchfließen kann. Im Verlauf der nächsten Monate werden diese Venen vom Organismus abgebaut. » Als Alternative dazu kann die Radiowellentherapie mit dem VNUS Closure infrage kommen.

Cluster-Kopfschmerz

Cluster-Kopfschmerz

Der Cluster-Kopfschmerz ist ein schwerer, einseitiger Schmerz, der sich meist hinter dem Auge befindet. Er tritt in gehäuften Attacken (Clustern) bis zu achtmal täglich auf und kommt gehäuft nachts vor.

Eine solche Cluster-Kopfschmerz-Attacke dauert unbehandelt etwa zwischen 15 und 180 Minuten. Dabei zeigen sich typischerweise außerdem folgende Beschwerden: ein tränendes und gerötetes Auge, eine laufende Nase und verstärktes Schwitzen im Bereich von Stirn und Gesicht. In der Regel ist immer dieselbe Gesichtsseite betroffen – nur selten wechselt ein Cluster-Kopfschmerz die bevorzugte Seite.

Über die Ursachen von Cluster-Kopfschmerzen ist wenig bekannt. Als auslösende Faktoren wirken häufig Alkohol, Nikotin, bestimmte Nahrungsmittel und helles Licht. Der Cluster-Kopfschmerz kommt relativ selten vor – Schätzungen zufolge ist weniger als ein Prozent der Bevölkerung betroffen. Menschen mit Cluster-Kopfschmerzen sind überwiegend männlich, jung und mitunter viele Jahre bis Jahrzehnte betroffen.

Die Therapie besteht aus der Vorbeugung und der Behandlung der Anfälle. Um einem Cluster-Kopfschmerz vorzubeugen, eignen sich verschiedene Medikamente. Bei einem akuten Anfall von Cluster-Kopfschmerzen besteht die beste Behandlung darin, 100-prozentigen Sauerstoff über eine Gesichtsmaske zu inhalieren oder Triptane (z.B. Sumatriptan) unter die Haut (d.h. subkutan) zu spritzen.

Cluster-Kopfschmerz: Definition

Der Cluster-Kopfschmerz (engl. cluster = Gruppe, Haufen) ist ein schwerer, einseitiger, meist hinter dem Auge bestehender Kopfschmerz, der in Attacken gehäuft auftritt, das heißt periodenweise bis zu achtmal täglich, meist zur gleichen Tageszeit (häufig nachts). Per Definition handelt es sich nur dann um einen Cluster-Kopfschmerz, wenn die Betroffenen (anders als bei Migräne) gleichzeitig eine Bewegungsunruhe zeigen und/oder auf der vom Schmerz betroffenen Kopfseite mindestens eins der folgenden Anzeichen auftritt:

  • tränendes Auge (Lakrimation)
  • gerötete Augenbindehaut
  • verengte Pupille (Miosis)
  • herabhängendes oberes Augenlid (Ptosis)
  • geschwollenes Augenlid (Lidödem)
  • laufende Nase (Rhinorrhö)
  • verstopfte Nase (Kongestion)
  • verstärktes Schwitzen im Bereich von Stirn und Gesicht

Cluster-Kopfschmerz-Attacken treten im Frühjahr und Herbst häufiger auf. Dies spricht dafür, dass der Biorhythmus den Cluster-Kopfschmerz möglicherweise beeinflusst. Die einzelnen Perioden können über Wochen, Monate oder Jahre anhalten. Je nach Verlauf lassen sich zwei Formen von Cluster-Kopfschmerz unterscheiden: Episodische (80 Prozent aller Fälle) und chronische (20 Prozent) Cluster-Kopfschmerzen:

  • Ein episodischer Cluster-Kopfschmerz ist dadurch gekennzeichnet, dass die eine Woche bis wenige Monate anhaltenden Beschwerden immer wieder monate- bis jahrelang durch symptomfreie Intervalle unterbrochen sind.
  • Ein chronischer Cluster-Kopfschmerz liegt vor, wenn die Clusterperiode ohne Besserung über ein Jahr andauert oder die Pausen kürzer als vier Wochen sind.

Weitere Bezeichnungen für den Cluster-Kopfschmerz sind:

  • Bing-Horton-Syndrom
  • Erythroprosopalgie
  • Hemicrania angioparalytica

Häufigkeit

Der Cluster-Kopfschmerz weist eine sehr geringe Häufigkeit auf und betrifft etwa 0,1 bis 0,9 Prozent der Bevölkerung, hauptsächlich junge Männer (insgesamt kommen auf 1 betroffene Frau etwa 3 betroffene Männer). Der Altersgipfel der Cluster-Kopfschmerzen liegt durchschnittlich bei 25 bis 30 Lebensjahren.

Botulinumtoxin

Was ist Botulinumtoxin?

Botulinumtoxin ist ein Neurotoxin ( = Nervengift ) und wird von dem Bakterium Clostridium botulinum gebildet. Botulinumtoxin ist seit langem als Verursacher von Nahrungsmittelvergiftungen bekannt. Sehr stark verdünnt kann dieses Gift jedoch medizinisch sehr wirkungsvoll eingesetzt werden.

Besser bekannt ist Botulinumtoxin unter den Firmennamen Botox oder Dysport. Erstmals wurde Botulinumtoxin 1980 erfolgreich zur Behandlung von Strabismus ( = Schielen ) und von Blepharospasmus ( = Lidkrampf) eingesetzt. Heute findet das Neurotoxin vielfältige Anwendung: es wird z.B: zur Behandlung der Hyperdrosis ( = übermäßiges Schwitzen ) eingesetzt oder bei der Schönheitsbehandlung zur Glättung von Falten verwendet.
Diese Ausführung beschäftigt sich jedoch mit Therapie von Patienten mit spastischen Syndromen. Der Begriff Spastik stammt von dem griechischen Wort Spasmus ab und bedeutet soviel wie “Krampf”. Unter einer Spastik versteht man also eine Verkrampfung der Muskulatur. Der Muskeltonus ist pathologisch erhöht und führt zu einer Verkürzung der Muskelstränge in der betroffenen Extremität. Die Folgen sind u.a. Schmerzen, Unbeweglichkeit und Fehlstellungen der Gelenke. Häufige Erkrankungen, die mit einer Spastik einhergehen sind Multiples Sklerose, Schlaganfall, Schädel-Hirntraumen, Rückenmarksverletzungen und Hirnschädigungen durch Sauerstoffmangel.

Wie wirkt Botulinumtoxin?

Botulinumtoxin wird direkt in den betroffenen Muskel injiziert. Das Neurotoxin bewirkt eine Blockierung der Übertragung von Signalen zwischen dem Nerv und seinem Zielmuskel. Dadurch kommt es zu einer Schwächung des Muskels und die übermäßige Versteifung des spastischen Muskels nimmt ab.
Die Wirkung tritt nach ca. 3-4 Tagen ein, die Wirkdauer ist individuell unterschiedlich und beträgt zwischen 3-4 Monaten. Botulinumtoxin wird im Laufe der Zeit vom Körper abgebaut, die Wirkung ist also rückläufig und eine erneute Injektion ist notwendig. Eine bessere Verteilung des Medikaments kann durch eine gleichzeitige Elektrostimulation des Muskels erreicht werden. Das Krankenhaus Lindenbrunn setzt diese Methode u.a. seit einiger Zeit mit Erfolg ein.
In seltenen Fällen bilden Patienten Antikörper aus gegen Botulinumtoxin oder es kommt zu einer vorübergehend anhaltenden Schwächung des Muskels.

Bei welchen spastischen Symptomen ist die Anwendung von Botulinumtoxin geeignet?

Die Behandlung mit Botulinumtoxin ist dann sinnvoll, wenn die Spastik einzelne Muskeln betrifft. Beispielsweise, wenn ein spastischer Spitzfuss, ein Adduktorenspasmus ( Spastik in den Oberschenkeln ), ein ständiger Faustschluss oder eine Spastik der Oberarme oder der Waden vorliegt. Denn Botulinumtoxin kann wegen eventueller Nebenwirkungen nur in eine begrenzte Anzahl von Muskeln injiziert werden; Bei einer generalisierten Spastik ( = Spastik, die den ganzen Körper betrifft ) könnte das Medikament nicht zielgerichtet eingesetzt werden, da die notwendige Dosis zu hoch wäre und man mit ernsten Nebenwirkungen rechnen müsste.

Wann ist der Einsatz von Botulinumtoxin nicht geeignet?

Da Botulinumtoxin direkt in den Muskel injiziert wird ergeben sich einige Gegenanzeigen durch diese Art der Anwendung. Somit ist Botulinumtoxin nicht geeignet, wenn eine angeborene oder erworbene Gerinnungsstörung vorliegt oder wenn gerinnungshemmende Medikamente eingenommen werden.
Allgemeine Gegenanzeigen für den Einsatz von Botulinumtoxin sind die Einnahme von Aminoglykosidantibiothika, das Vorliegen einer Myasthenie ( = Muskelschwäche ) andere muskuläre Erkrankungen oder eine Schwangerschaft.

Was kann man mit Botulinumtoxin erreichen und was nicht?

Ziel der Behandlung mit Botulinumtoxin ist

  • die Schmerzlinderung,
  • die Erleichterung der Pflege,
  • die Prophylaxe von Hautinfektionen ( beim ständigen Faustschluss kommt es häufig zu Pilzinfektionen ),
  • die Prophylaxe von Fehlstellungen und Kontrakturen ( Verkürzungen von Muskeln und Sehnen ) und eine,
  • Verbesserung der Funktionalität.

Die Anwendung von Botulinumtoxin bewirkt bei allen genannten Erscheinungsformen eine Abnahme des Muskeltonus, eine Verbesserung des aktiven und passiven Bewegungsumfangs und eine Schmerzlinderung. Die Pflege wurde insbesondere durch die Behandlung des Adduktorenspasmus ( Spastik in den Oberschenkeln) erleichtert. Die Behandlung des Faustschlusses führte zu einem Nachlassen des “Einkrallens” der Finger in die Handinnenfläche und so zu besseren hygienischen Verhältnissen. Die Abteilung für Neurologische Rehabilitation der Klinik Berlin konnte auch bei der Behandlung des Spitzfußes mit Botulinumtoxin eine funktionelle Verbesserung feststellen. Die Patienten konnten nach der Behandlung schneller und symmetrischer gehen und ihren Körper während dem Stehen besser nach vorne verlagern.

Die Behandlung mit Botulinumtoxin sollte immer in Kombination mit anderen therapeutischen Maßnahmen erfolgen. Durch Krankengymnastik beispielsweise – in Verbindung mit Botox-Injektionen – können spastische Muskeln gedehnt werden und der betroffene Muskel hat die Möglichkeit zu wachsen. Durch die Zunahme der Länge des Muskels kann man oftmals Kontrakturen vermeiden und Muskel- oder Sehnenverlängernde Operationen hinauszögern oder sogar ganz vermeiden.
Durch die Anwendung des Botulinumtoxin ist eine wesentliche Verbesserung der Spastik möglich, aber keine Heilung!!!!

Gibt es noch weitere Möglichkeiten zur medikamentösen Behandlung einer Spastik?
Neben der Behandlung mit Botulinumtoxin gibt es noch die Möglichkeit der oralen medikamentösen Behandlung oder die Implantation einer Baclofen Pumpe.
Bei der oralen medikamentöse Behandlung dämpfen Medikamente wie z. B. Baclofen, Tizanidin oder Diazepam den Muskeltonus unspezifisch. Deshalb ist diese Art der Behandlung besonders für immobile Patienten geeignet mit dem Ziel der Schmerzlinderung und der Pflegeerleichterung. Nebenwirkungen können verstärkte Müdigkeit, Benommenheit und eine generalisierte Muskelschwäche sein. Deshalb werden orale Antispastika oft nicht bis zu einer therapeutisch befriedigenden Stärke aufdosiert.
Das Einsetzen einer Baclofen-Pumpe ist nur zur Therapie einer sehr schweren generalisierten Spastik geeignet. Nur wenn die orale medikamentöse Behandlung und der Einsatz von Botulinumtoxin nicht die gewünschte Wirkung zeigen sollte eine Baclofen- Pumpe zum Einsatz kommen.

Autor des Artikels – Barbara Walter (cand. phil.) Institut für Sonderpädagogik, Universität Würzburg
Dermatologie und Lazermedizin Dermapraxis

Nagelpilz (Onychomykose)

Nagelpilz (Onychomykose) ist vor allem lästig – denn es dauert meist lange, ihn wieder loszuwerden. Dicke, verfärbte und unschön aussehende Finger- oder Zehennägel können Zeichen für einen Nagelpilz sein. Grundsätzlich kann jeder einen Nagelpilz bekommen – wer aber zu enge Schuhe trägt, an Durchblutungsstörungen oder Diabetes mellitus leidet oder gerne barfuß im Schwimmbad unterwegs ist, gilt als besonders gefährdet. Oft entwickelt sich eine Onychomykose aus einem unbehandelten Fußpilz.

Ob im Schwimmbad oder in der Sauna: In einem feucht-warmen Milieu fühlen sich Hautpilze so richtig wohl. Leicht kann man sich dort anstecken. Kein Wunder, dass Nagelpilz die häufigste Erkrankung der Nägel ist.

In den meisten Fällen sind bestimmte Fadenpilze für den Nagelpilz verantwortlich: die sogenannten Dermatophyten, welche auch zuFußpilz führen können. Seltener entsteht eine Onychomykose durch Hefepilze, Schimmelpilze oder auch durch eine Kombination mehrerer Pilzformen.

Die Nagelpilz-Behandlung ist oft langwierig und erstreckt sich über mehrere Monate. Wie die Therapie aussieht, hängt davon ab, um welchen Pilz es sich handelt und wie stark und wo sich dieser bereits ausgebreitet hat.

In leichten Fällen reicht es aus, die betroffenen Nägel mithilfe von speziellen pilzabtötenden Nagellacken und Cremes zu behandeln und besonders auf eine gründliche Hygiene zu achten. Ist bereits die Nagelwurzel angegriffen oder sind viele Nägel infiziert, müssen Antipilzmittel (sog. Antimykotika) eingenommen werden, zum Beispiel in Tablettenform.

Nagelpilz können Sie vorbeugen, indem Sie beispielsweise im Schwimmbad Badeschuhe tragen und auf bequemes, atmungsaktives Schuhwerk achten. Füße und Hände sollte man immer gründlich abtrocknen – vor allem in den Zwischenräumen der Zehen. Da kleine Verletzungen das Risiko für eine Onychomykose erhöhen, sollten Sie bei der Maniküre oder Pediküre besonders sorgfältig sein.

EVLT Laser-Stripping

EVLT Laser-Stripping

Dieses neue Laserstripping dauert weniger als eine Stunde. Es hinterlässt keine Narben und hat eine kurze postoperative Erholungsphase. Bei der EVLT Behandlung wird ein Laserkatheter ultraschallkontrolliert direkt in die defekte Vene eingebracht. Die Laserenergie wird nun über den Lichtleiter in kurzen Pulsen an das Venengewebe abgegeben und die erweiterte Vene damit geschrumpft. Danach wird der Laser-Lichtleiter herausgezogen und ein Verbandstrumpf, der mehrere Tage getragen werden muss, angebracht. Minimalste Beschwerden, wie kleine Blutergüsse können innerhalb von 14 Tagen nach der Behandlung auftreten.
Dieses Verfahren kann bestens mit Ministripping und Schaumverödung kombiniert werden.

Ministripping

Das sogenannte Ministripping ist eine in den letzten Jahren sehr beliebt gewordene minimal invasive Methode zur Entfernung störender Krampfadern. Mit feinen Häkchen wird die Vene aufgesucht und entfernt. Der Vorteil hierbei ist die minimale Schädigung der Haut mit einem anschließend exzellenten kosmetischen Ergebnis.

Schaumverödung – die Alternative

Die Schaumverödung hat eine deutlich besser Erfolgsrate als  flüssiges Verödungsmittel, da es das Blut besser und länger von der Venenwand verdrängen kann.

Durch das Spritzen von wenigen Mililitern des Schaums werden auch dicke und schmerzhafte Krampfadern effektiv behandelt. Wenn keine Operation gewünscht wird oder durchgeführt werden kann (z.B. unter Marcoumar oder Sintrom / Warfarin, Narkoserisiko etc.), ist die Schaumverödung eine echte Alternative.

Das Verödungsmittel wird mit Luft oder Gas geschäumt und dann unter Ultraschallkontrolle in die Vene eingespritzt. Der Schaum schädigt die Venenwand und das behandelte Gefäß wird dadurch ausgeschaltet. Die Venen verhärten sich für eine gewisse Zeit. Sehr gute Wirkung, bei wenig Nebenwirkungen. Ambulant und ohne Anästhesie durchführbar.

Pocken

Die Pocken, auch Blattern genannt, sind eine hochgradig ansteckende, schwere Infektionskrankheit, die durch Viren entsteht. Seit einiger Zeit gelten sie als ausgerottet.

Da die Pocken hochansteckend sind, konnten sie sich früher aufgrund des fehlenden Impfschutzes sehr rasch ausbreiten und traten demnach räumlich und zeitlich gehäuft auf: Es entstanden sogenannte Pockenepidemien. Nach der weltweiten Einführung der Pockenschutzimpfung im Jahr 1967 sank die Häufigkeit der Pockenfälle drastisch – schließlich gelang es, die Pocken auszurotten: Seit 1980 gilt die Welt offiziell als pockenfrei.

Die Pocken zeigen einen typischen Krankheitsverlauf: Anfangs lösen sie allgemeine Beschwerden mit Fieber und eine Atemwegsentzündung aus. Es entsteht ein vorübergehender Hautausschlag; die Krankheit ist zu diesem Zeitpunkt sehr ansteckend. Nach kurzfristigem Fieberabfall treten die für Pocken typischen Papeln auf der Haut auf, die sich mit virushaltiger Flüssigkeit füllen: Sie zeigen sich zunächst im Gesicht und breiten sich dann über den ganzen Körper aus, wobei vor allem die Extremitäten betroffen sind. Die Betroffenen haben hohes Fieber mit Verwirrtheit (Delirium), sind desorientiert und entwickeln Wahnvorstellungen. Die Papeln verändern sich zu Pusteln, die bald verkrusten beziehungsweise verschorfen. Nach einiger Zeit fallen die Krusten ab, was mit starkem Juckreiz verbunden ist. Besonders im Gesicht bleiben häufig Narben zurück (sog. Pockennarben).

Bei der als schwarze Blattern bezeichneten besonders schweren Form der Pocken ist die Zeit zwischen Ansteckung und Auftreten der ersten Symptome verkürzt; innerhalb weniger Tage kommt es zu ausgedehnten, schweren Blutungen in die Haut, zu Blutungen der Schleimhäute sowie der inneren Organe. Sogenannte weiße Pocken hingegen sind eine zweite, harmlosere Form, die von den echten Pocken mit schwerem Verlauf zu unterscheiden ist.

Eine Therapie gegen Pocken gibt es nicht; es sind nur die Symptome behandelbar. Durch die Schutzimpfung ist die Erkrankung jedoch vermeidbar.

Seborrhoisches Ekzem (Seborrhoische Dermatitis)

Seborrhoisches Ekzem (Seborrhoische Dermatitis)

Der Begriff seborrhoisches Ekzem oder seborrhoische Dermatitis bezeichnet eine fettig-schuppige Hautentzündung, die vor allem am behaarten Kopf, im Gesicht sowie am Rumpf auftritt. Die betroffenen Hautstellen sind gerötet und mit gelblichen, fettigen Schuppen belegt. Juckreiz besteht nur in seltenen Fällen.

Die seborrhoische Dermatitis befällt häufig Säuglinge in den ersten Lebensmonaten sowie junge Männer. Ein seborrhoisches Ekzem entsteht vermutlich durch verschiedene Ursachen. Möglicherweise spielen folgende Faktoren eine Rolle: Geschwächtes Abwehrsystem, klimatische Bedingungen, Hormonschwankungen und eine genetische Veranlagung. Daneben vermuten Experten, dass eine Pilzinfektion zu den auslösenden Ursachen zählt. Daher wird das seborrhoische Ekzem mit Antipilzmitteln (Antimykotika) in Shampoo- oder Cremeform behandelt. Bei schweren Verläufen kann ein vorübergehender Einsatz von kortisonähnlichen Präparaten sinnvoll sein.

Während die Erkrankung beim Säugling in der Regel nach ein paar Wochen spontan abheilt, zeigt das seborrhoische Ekzem beim Erwachsenen eine ausgeprägte Rückfallneigung.

Aktinische Keratose

Aktinische Keratose

Eine aktinische Keratose (auch solare Keratose genannt) ist eine Hautverhornung, die entsteht, wenn sich bestimmte Hautzellen (Keratinozyten) aufgrund dauerhafter intensiver UV-Strahlung krankhaft verändern und vermehren.

Früher trat die aktinische Keratose vorwiegend im höheren Lebensalter (ab 50 Jahren) auf, weshalb man sie auch senile Keratose nennt. Mittlerweile sind jedoch zunehmend jüngere Menschen ab dem 30. Lebensjahr von diesen Hautveränderungen betroffen. Als verantwortlich hierfür gelten veränderte Freizeitgewohnheiten wie häufiges Sonnenbaden und Besuche in Solarien.

Aktinische Keratosen können in eine bestimmte Form von hellem Hautkrebs übergehen: in das sogenannte Spinaliom oder Plattenepithelkarzinom. Die aktinische Keratose gilt als Vorstufe dieses Hautkrebses (Präkanzerose) beziehungsweise sogar als dessen Frühstadium (Carcinoma in situ). Daher ist es wichtig, es gar nicht zur Entstehung dieser Hautkrebsvorstufe kommen zu lassen.

Um zu verhindern, dass aktinische Keratosen entstehen, ist zu starke UV-Bestrahlung zu vermeiden. Liegt bereits eine aktinische Keratose vor, ist eine schnelle Behandlung ratsam, um ihrem Übergang in ein Spinaliom vorzubeugen. Hierzu stehen mehrere wirksame Methoden zur Verfügung: Eine aktinische Keratose lässt sich herausschneiden (Exzision) oder herausschaben (Kürettage), durch Kältetherapie (Kryotherapie), Lasertherapie oder photodynamische Therapie und auch durch verschiedene lokal angewendete Wirkstoffe (wie Diclofenac, Fluorouracil oder Imiquimod) erfolgreich behandeln.

Pigmentstörung

Bei einer Pigmentstörung ist die Bildung von Farbpigmenten gestört, sodass die Haut stärker (Hyperpigmentierung) oder schwächer (Hypopigmentierung, Depigmentierung) gefärbt ist als normal.

Die Ursachen für die Abweichungen der Hautfarbe sind je nach Form der Pigmentstörung unterschiedlich. Dabei können sowohl erblich bedingte Faktoren als auch äußere Einflüsse auf die Haut wie Kälte, Wärme, Druck, Reibung, Kosmetika oder bestimmte Medikamente eine Rolle spielen. Für eine Pigmentstörung können zudem hormonelle Veränderungen verantwortlich sein.

Die bei einer Pigmentstörung auftretenden Symptome sind sehr unterschiedlich: Die typischen Farbveränderungen können sich in ihrer Größe, Symmetrie, Ausprägung und Farbe stark unterscheiden. Bei manchen Pigmentstörungen bleiben sie auf bestimmte Körperstellen begrenzt; manchmal kann auch die gesamte Haut von der Pigmentstörung betroffen sein.

Bei einer Pigmentstörung ist die natürliche Färbung der Haut infolge einer gestörten Bildung von Farbpigmenten verändert.

Für die Pigmentierung der Haut sind bestimmte Zellen in der Oberhaut (Epidermis), die Melanozyten, zuständig: Diese Zellen geben der Haut ihre individuelle Farbe. Sie bilden – angeregt durch die Sonneneinstrahlung – das bräunliche Pigment Melanin und sorgen somit für eine natürliche Färbung der Haut. Das Melanin verhindert, dass schädliches UV-Licht in tiefere Hautschichten eindringt. Liegt eine Pigmentstörung vor, ist die Bildung der Farbpigmente örtlich oder auch flächendeckend gestört, sodass es an den jeweiligen Stellen zu einer Farbveränderung der Haut kommt. Pigmentstörungen können in folgenden Formen auftreten:
•    Melaninüberschuss (Hypermelanose)
Die Haut ist stärker gefärbt als normal: Die Pigmentstörung hat die Form einer sogenannten Hyperpigmentierung.
•    Melaninmangel (Hypomelanose)

Die Haut ist schwächer gefärbt als normal: Bei der durch Hypopigmentierung gekennzeichneten Pigmentstörung ist der Melaningehalt in der Haut vermindert, bei der Depigmentierung fehlt das Melanin völlig.

Altersflecken

Altersflecken

Altersflecken (Lentigo senilis, Lentigo solaris) sind gutartige Hautveränderungen, die zunehmend im späten Erwachsenenalter auftreten: Die bräunlichen, bis wenige Zentimeter großen Pigmentflecken bilden sich vor allem im Gesicht, auf den Handrücken und am Dekolleté.

Altersflecken entstehen durch Pigmentansammlungen in der Oberhaut. Sie sind die Folge einer Schädigung der Haut durch langjährige UV-Bestrahlung beziehungsweise durch dabei vermehrt anfallende sogenannte freie Radikale.

Altersflecken lassen sich mit hochdeckendem Make-up (Camouflage) abdecken sowie längerfristig mit Bleichcremes und verschiedenen Schälverfahren (physikalisches, chemisches oder mechanisches Peeling) behandeln. Besonders wirksam und schonend für das umgebende Gewebe ist die Entfernung von Altersflecken durch Lasern.

Wie allen Zeichen der Hautalterung kann man auch der Entstehung von Altersflecken in erster Linie durch den Schutz vor übermäßiger Sonnenbestrahlung vorbeugen. Zusätzlich ist es ratsam, Genussgifte wie Alkohol und Tabakrauch, die ebenfalls zur vermehrten Bildung freier Radikale beitragen, zu meiden und das körpereigene Schutzsystem gegen diese aggressiven Sauerstoffverbindungen durch eine ausreichende Versorgung mit Antioxidantien wie Vitamin C, Vitamin E, Carotinoide, Coenzym Q10, Bioflavonoide, Zink und Selen zu unterstützen.