Fibrose (Sklerose)

Fibrose (Sklerose)

Eine Fibrose (Sklerose) ist eine Organverhärtung oder Gewebeverhärtung infolge einer Neubildung von Bindegewebe. Sklerosen sind kein eigenständiges Krankheitsbild, sondern ein Symptom, das in verschiedenen Abwandlungen auftreten und unterschiedliche Ursachen haben kann.

Der eine Fibrosekennzeichnenden verdichteten Gewebestruktur, die infolge einer Vermehrung des Bindegewebes entsteht, liegt immer eine gesteigerte Bildung von Kollagen – einem Hauptbestandteil des Binde- und Stützgewebes des menschlichen Organismus – zugrunde. Die gesteigerte Kollagenbildung tritt imAllgemeinen auf, wenn chronische Entzündungen, Durchblutungsstörungen oder Alterungs- beziehungsweiseVerschleissprozesse das Gewebeschädigen. Beispiele hierfür sind chronische Leberentzündungen (Hepatitis) oder chronischer Alkoholmissbrauch, die eine Fibrose der Leber hervorrufen können, sowie chronische Entzündungen des Lungengewebes bei Lungenkrankheiten, die eine Fibrose der Lungeverursachen können.

Eine Fibrose kann sich je nach betroffenem Organ oder Gewebe durch verschiedene Symptome äussern. Die sklerotisch veränderten Organe oder Gewebe sind durch den hohen Bindegewebsanteil hart, derb und wenig elastisch. Dadurch sind sie teilweise nicht mehr in der Lage, ihre eigentliche Funktion wahrzunehmen. So äussert sich beispielsweise eine Lungenfibrose (pulmonaleFibrose) durch Atemnot, während zu den Anzeichene iner Sklerose der Haut eine Hautverdickung und –schrumpfung sowie Bewegungseinschränkungen gehören. Und eine ausgeprägte Fibrose der Leber kann unteranderem zu Bluthochdruck, einer Flüssigkeitsansammlung in der Bauchhöhle (sog. Aszites), erhöhter Blutungsneigung oder einer Störung der Hirnfunktion aufgrund der fehlenden Entgiftung des Körpers führen.

Anhand der typischen Gewebeveränderungen ist die Fibrose leicht diagnostizierbar. Die anschliessende Behandlung hängt von der Grundkrankheit ab. Sie soll bewirken, dass die Organ- beziehungsweise Gewebeveränderungen nich tweeter fortschreiten – die im Rahmen von Fibrosen bereits erfolgten Umbauprozesse lassen sich nicht mehr rückgängig machen. Die Prognose hängt von den Ursachen der Fibrose und dem rechtzeitigenTherapiebeginn ab: Wenn es gelingt, die Umbauprozesse in den Organen oder Geweben rechtzeitig zu stoppen, ist oft ein nicht oder nur wenigeingeschränktes Leben möglich.

Der Begriff Fibrose oder Sklerose bezeichnet per Definition eine krankhafte Organverhärtung oder Gewebeverhärtung in folge einer Neubildung von Bindegewebsfasern. Die Fibrose ist keineigenständiges Krankheitsbild, sondern ein Symptom vieler verschiedener Erkrankungen. Dabei können grundsätzlich alle Gewe bebetroffen sein: So ist zum Beispiel eine Fibrose der Lunge, der Leber, der Niere, des Herzens oder der Haut möglich.

Der Anteil von Bindegewebe pro Organ- beziehungsweise Gewebseinheit steigt durch eine Vermehrung von Kollagen, demBaustein des Binde- und Stützgewebes (Fibrose: fibrös = aus Bindegewebebestehend). Die betroffenen Organe oder Gewebeverhärten (Sklerose:griech. skleros = hart), wodurch ihre Funktion eingeschränkt ist.

Klassifizierung des Schweregrades

International werden verschiedene Skalierungen verwendet, um den Schweregrad der Akne zu objektivieren. Nachfolgend wird eine Bewertungssystem dargestellt, dass sich an den

Akneeffloreszenzen, Komedonen (Mitesser), Papeln und Papulopusteln (Knoten und eitrige Knötchen und stark entzündlichen Knoten) orientiert.

Schweregrad Komedonen Papeln und Pusteln Knoten
MILD wenige bis einige wenige bis einige keine
MODERAT einige bis viele einige bis viele wenige bis einige
SCHWER zahlreiche zahlreiche und/oder exzessiv viele

Diese Bewertungsskalen sind insbesondere für klinische Studien wichtig. In der Praxis spielen sie keine zu große Bedeutung, da der objektive Schweregrad gerade bei der Akne häufig nicht mit dem subjektiven Beschwerdegrad korreliert.

Pathogenese der Akne

Die die Erkrankung kennzeichnenden Hautveränderungen sind das Resultat verschiedener, sich gegenseitig beeinflussender Faktoren.

Aufgrund neuerer Untersuchungen sind die entzündlichen Veränderungen nicht nur eine Folge der proinflammatorisch wirksamen bakteriellen Stoffwechselprodukte von Propioniobacterium acnes wie Lipasen oder Hyaluronidasen. Bei Aknepatienten ist von vorneherein eine entzündliche Reaktionsbereitschaft des Follikels gegeben. Selbst für die Komedonenbildung wird eine immunologische Grundlage diskutiert, die insbesondere über um den Follikel angeordnete Leukozyten, speziell T-Lymphozyten, mediiert wird.