Xeroderma pigmentosum

Xeroderma pigmentosum

Xeroderma pigmentosum, die sogenannte Mondscheinkrankheit, ist eine seltene genetisch bedingte, autosomal-rezessive Erbkrankheit, die auf einer Überempfindlichkeit der Haut gegenüber ultravioletten Strahlen beruht.

Da Betroffene das Sonnenlicht meiden müssen, das Licht des Mondes aber keine Probleme verursacht, können sie sich draußen nur nachts frei bewegen. Sie werden deshalb oft als Mondscheinkinder bezeichnet.

Die Ursache der Xeroderma pigmentosum ist ein Mangel an DNA-Reparaturenzymen, der durch verschiedene Genveränderungen hervorgerufen werden kann. Damit die Erkrankung ausbricht, muss ein Kind die Veranlagung dafür von beiden Elternteilen erben.

Charakteristisch für die Mondscheinkrankheit ist das Auftreten von Sonnenbränden, schon nach sehr kurzen Aufenthalten in der Sonne. Die Haut wird buntscheckig, trocken und faltig. Sie altert vorzeitig. Bereits im Kindesalter entwickeln sich bei den Mondscheinkindern mit Xeroderma pigmentosum außerdem verschiedene bösartige Hauttumoren. Auch an anderen Organen – insbesondere an den Augen – bilden sich häufiger Tumoren.

Der Arzt diagnostiziert Xeroderma pigmentosum vor allem anhand der Symptome. Mit einer genetischen Untersuchung kann er feststellen, welche Form der Mondscheinkrankheit vorliegt. Es gibt acht Formen der Xeroderma pigmentosum, die auf unterschiedlichen Gendefekten beruhen. Je nachdem, unter welcher Form der Erkrankung die Mondscheinkinder leiden, unterscheiden sich auch die Symptome.

Die Mondscheinkrankheit kann bisher nicht geheilt werden. Die Therapiemaßnahmen beschränken sich darauf, dass Mondscheinkinder das Sonnenlicht meiden. Außerdem sind regelmäßige Früherkennungsuntersuchungen nötig, um bösartige Tumoren frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Obwohl Mondscheinkinder häufig bereits vor dem 20. Lebensjahr an Hautkrebs erkranken, erreichen knapp zwei Drittel das 40. Lebensjahr. Es gibt aber auch Fälle, in denen Betroffene mit Xeroderma pigmentosum deutlich älter wurden.

Dellwarzen (Mollusken, Mollusca contagiosa)

Dellwarzen (Mollusken, Mollusca contagiosa)

Ein malignes Melanom der Haut, auch schwarzer Hautkrebs genannt, ist ein bösartiger (maligner) Tumor, der aus Pigmentzellen der Haut entsteht. Oft ähnelt er einem sehr dunklen Leberfleck.

Schwarzer Hautkrebs tritt in vier verschiedenen Melanom-Typen auf, die unterschiedlich aussehen:

  1. Oberflächlich (= superfiziell) spreitendes Melanom (SSM): Dieses häufige Melanom bildet an der Oberfläche der Haut flache, unregelmäßig geformte Herde, die schwarz, grau, blau, braun bis weiß gefärbt sind. Manchmal entwickelt sich aus solchen Melanomen erst nach Jahren eine knotige Hautveränderung, die dann einen leichten Randwall haben kann und dazu neigt, in die Höhe zu wachsen.
  2. Knotiges (= noduläres) Melanom: Diese Melanom-Form wölbt sich halbkugelig über die Hautoberfläche hinaus und ist graubraun bis rötlich-blauschwarz.
  3. Lentigo-Maligna-Melanom: Diese Form tritt besonders bei älteren Menschen im Gesicht auf. Die zunächst flachen, später knotigen Herde sind braun (gelegentlich schwarz gefleckt) und unscharf begrenzt.
  4. Akrolentiginöses Melanom: Dieser in Europa weniger häufige Melanom-Typ tritt an Hand- und Fußflächen und im Nagelbereich auf. Im Frühstadium bildet es braune bis braunschwarze Flecken, die später nässen und bluten können.

Sehr selten tritt schwarzer Hautkrebs in einer weiteren Form auf: als sogenanntes amelanotisches Melanom, das nicht gefärbt und daher besonders schwer zu erkennen ist.

Schwarzer Hautkrebs hat verschiedene Ursachen. Die wichtigsten Risikofaktoren dafür, dass ein malignes Melanom entsteht, sind

  • ein heller Hauttyp und
  • die übermäßige Einwirkung von Sonnenstrahlung beziehungsweise UV-Strahlen, vor allem häufiger Sonnenbrand in der Kindheit,
  • eine familiäre Vorbelastung (d.h. weitere Fälle von schwarzem Hautkrebs in der Familie) und
  • eine geschwächte Immunabwehr (z.B. durch Infektionen wie HIV oder durch Medikamente).

Schwarzer Hautkrebs entwickelt sich meist auf der Haut. In seltenen Fällen entsteht ein malignes Melanom im Auge oder auf der Schleimhaut. Neben den Hautveränderungen verursacht schwarzer Hautkrebs oft lange keine Symptome. Mögliche zusätzliche Anzeichen für ein malignes Melanom sind: Juckreiz und Blutungen an Pigmentflecken, eine dunkle Verfärbung und/oder plötzliche Ablösung eines Nagels.

Leberflecken, die sich vergrößern, ihre Farbe verändern, jucken, leicht verletzbar sind und schnell bluten sowie unregelmäßig begrenzt sind, können auf ein Melanom hinweisen. Dann ist eine baldige Untersuchung durch einen Hautarzt empfehlenswert, denn: Gelingt es, ein malignes Melanom frühzeitig zu erkennen und zu behandeln, ist die Prognose gut. Daher ist es für Menschen mit erhöhtem Melanom-Risiko ratsam, sich einmal jährlich untersuchen zu lassen. Liegt ein Melanom vor, besteht der erste Schritt zur Therapie darin, es operativ zu entfernen. Die weitere Behandlung richtet sich nach dem Krankheitsstadium.