Leberfleck, Muttermal

Muttermal (Nävus) und Leberfleck sind die wohl am häufigsten vorkommenden Geschwülste der Haut. Es handelt sich um gutartige Wucherungen von sogenannten Nävuszellen. Nävuszellen ähneln den pigmentbildenden Zellen (Melanozyten), die für die regelmäßige Bräune der Haut verantwortlich sind. Auch Nävuszellen können den Hautfarbstoff bilden; daher erscheint ein Leberfleck oder Muttermal braun, dunkelbraun oder schwarz.

Fast jeder Mensch weist einen oder mehrere Leberflecken und Muttermale auf. Einige sind angeboren oder schon bei kleinen Kindern vorhanden; mit steigendem Lebensalter nimmt ihre Anzahl zu. Man unterscheidet deshalb angeborene (Muttermal) von erworbenen Leberflecken. Häufig werden aber beide Begriffe synonym benutzt. Leberflecke und Muttermale variieren allgemein sehr stark in Form, Farbe und Größe, können beispielsweise im Hautniveau liegen aber auch erhaben oder gestielt sein. Die Farbgebung der Leberflecken variiert von hautfarben über rötlich bis dunkelbraun. Manchmal ist ein Leberfleck behaart.

Normalerweise ist es nicht nötig, einen Leberfleck oder ein Muttermal chirurgisch zu entfernen, doch spielen häufig kosmetische Gründe eine Rolle. Ist ein Muttermal oder Leberfleck jedoch auffällig verändert, wird der Hautarzt sie vollständig entfernen. So kann sich in seltenen Fällen hinter dem Leberfleck oder Muttermal ein malignes Melanom (schwarzer Hautkrebs) oder eine Vorstufe davon verbergen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein normaler Leberfleck oder Muttermal bösartig entartet und daraus ein solches Melanom entsteht, ist allerdings gering.

Sonnenbrände, besonders im Kindesalter, erhöhen das Risiko einer späteren Krebsentstehung. Vor allem Hellhäutige und Menschen mit vielen Leberflecken sollten deshalb die Sonne meiden beziehungsweise für ausreichenden Sonnenschutz sorgen. Darüber hinaus sollten Pigmentmale regelmäßig beobachtet werden. Auffälligkeiten oder Veränderungen in Farbe, Form und Größe sowie Symptome wie Jucken, Bluten und Nässen sind hochverdächtig und müssen in jedem Fall durch den Hautarzt abgeklärt werden.

Leberfleck und Muttermal (Nävi) kommen bei nahezu jedem Menschen vor und sind damit die wohl am häufigsten vorkommenden Geschwülste der Haut. Sie bestehen aus herdförmigen Ansammlungen von sogenannten Nävuszellen. Nävuszellen ähneln den Pigment bildenden Zellen der Haut (Melanozyten), sorgen jedoch nicht für eine gleichmäßige Bräunung. Nävuszellen liegen gehäuft in Nestern in der Haut, wo sie meist Hautfarbstoff produzieren. Dies ist dann als Leberfleck beziehungsweise Muttermal sichtbar.

Man nimmt heute an, dass Nävuszellen aus genetisch veränderten Vorläufern der Melanozyten entstehen. Diese wandern entweder beim Fötus oder im Lauf des Lebens in die Haut ein, vermehren sich und bilden Hautherde. Ihre Farbe erhalten sie durch den Hautfarbstoff Melanin. Die meisten Leberflecke sind im Laufe des Lebens erworben (95 Prozent), erfahren charakteristische Umwandlungen und bilden sich im hohen Alter wieder zurück. Sie können aber als sogenanntes Muttermal auch schon bei der Geburt vorhanden sein. Meist benutzt man die Begriffe „Leberfleck“ und „Muttermal“ synonym – der Arzt spricht bei Pigmentflecken gewöhnlich von „Nävuszellnävi“ oder „Nävi“. Im Mittelalter wurden Pigmentmale der Haut als Hexenmale gedeutet.

Man unterscheidet zwei Hauptformen der Leberflecken beziehungsweise Muttermale (Nävuszellnävi): die erworbenen und die angeborenen (kongenitalen) Leberflecken.

Akne: Ursachen

Akne: Ursachen

Für eine Akne kommen als Ursachen sowohl innere als auch äußere Faktoren infrage. Meist ist eine hormonelle Umstellung der Auslöser einer Akne: Androgene (männliche Geschlechtshormone) begünstigen Pickel und andere für Akne typische Hauterscheinungen, während Östrogene (weibliche Geschlechtshormone) eine Besserung der Hautkrankheit bewirken. Zu Hormonschwankungen kommt es etwa in der Pubertät, in der Schwangerschaft oder während der Menstruation.

Der Grund dafür, dass Androgene eine Akne begünstigen, liegt in ihrem Einfluss auf die Talgdrüsen der Haut: Talgdrüsen bilden ein fettiges Sekret, das Haut und Haare geschmeidig hält – den Talg. Androgene regen sie dazu an, dieses Fett vermehrt zu bilden. Dadurch können die Drüsen verstopfen. Wenn sich nun Bakterien ansiedeln, führt dies häufig dazu, dass sich die verstopfte Talgdrüse entzündet. So entsteht der typische Aknepickel.

Eine erbliche Veranlagung kann unter den inneren Ursachen für eine Akne ebenfalls eine Rolle spielen. Mögliche äußere Auslöser einer Akne sind Kosmetika (Acne cosmetica) oder Medikamente (Acne medicamentosa) bzw. bestimmte darin enthaltene Stoffe wie z.B. Kortison, Nikotinkonsum (geht oft mit der Acne inversa einher) sowie psychische Belastungen und Stress.

Nicht nachgewiesen ist hingegen, dass eine Akne durch mangelnde Hygiene, eine bestimmte Ernährung (z.B. Schokolade) oder Umweltverschmutzung auslösbar ist.

Akne: Ursachen

Schwitzen: Diagnose

Schwitzen: Diagnose

Vermehrtes Schwitzen oder Schweißausbrüche erfordern meistens keine ärztliche Diagnose, da sie in den meisten Fällen nur kurzfristige Symptome mit einer offensichtlichen Ursache sind. Bleiben die Beschwerden aber langfristig bestehen, sind sie sehr stark oder ist der Grund für das Schwitzen nicht bekannt, sollten sich die Betroffenen ärztliche untersuchen lassen. Dies ist auch wichtig, wenn neben dem starken Schwitzen zusätzlich Schmerzen, zum Beispiel in der Herzgegend, oder andere Beschwerden auftreten.

Da es keinen allgemeingültigen Labor- oder Messwert gibt, mit dessen Hilfe sich herausfinden lässt, ob ein krankhaftes übermäßiges Schwitzen vorliegt, ist zur Diagnose eine ausführliche Befragung durch den Arzt sehr wichtig. Dabei ist zu klären, in welchem Alter die Symptome auftraten und ob das Schwitzen von der Temperatur unabhängig und unvorhersehbar auftritt. Sehr wichtig für die spätere Behandlung ist auch, ob sich die Betroffenen im Alltag durch das Schwitzen beeinträchtigt fühlen.

Mit dem sogenannten Jod-Stärke-Test nach Minor lässt sich der vom Schwitzen oder Schweißausbruch betroffene Bereich farblich abgrenzen. Die pro Zeiteinheit gebildete Schweißmenge ist mithilfe der Gravimetrie bestimmbar. Beide Tests können einen Hinweis darauf geben, ob es sich um die als Hyperhidrose bezeichnete Fehlfunktion handelt (d.h., ob der Körper Schweiß in Mengen bildet, die für eine reine Temperaturregulation nicht notwendig wären):

  • Leichte Hyperhidrose (Grad I): Haut von Achseln, Hand- und Fußflächen ist durch Schwitzen deutlich übermäßig feucht; Schwitzflecke in den Achseln haben einen Durchmesser von 5 bis 10 Zentimetern
  • Mäßig starke Hyperhidrose (Grad II): Auf Haut von Achseln, Hand- und Fußflächen bilden sich Schweißperlen; Schwitzflecke in den Achseln haben einen Durchmesser von 10 bis 20 Zentimetern; an Händen und Füßen ist das Schwitzen auf die Handfläche beziehungsweise Fußsohle begrenzt
  • Starke Hyperhidrose (Grad III): Schweißperlen tropfen von Achseln, Hand- und Fußflächen ab; Schwitzflecke in den Achseln haben einen Durchmesser von mehr als 20 Zentimetern; an Händen und Füßen ist die Schweißbildung nicht auf Innenfläche/Sohle begrenzt, sondern betrifft auch die Seitenränder von Hand und Fuß sowie die Finger- und Zehenrücken

Je nach für das Schwitzen oder die Schweißausbrüche vermuteter Ursache können weitere diagnostische Untersuchungen erfolgen. Dazu gehören eine Blutuntersuchung, eine Ultraschalluntersuchung oder bei Verdacht auf Krebs eine Biopsie beziehungsweise Knochenmarkspunktion.

Fettabsaugung/Liposuction

Allgemeines in Zusammenfassung

Bei einer Fettabsaugung (Liposuktion) entfernt der Chirurg operativ Fettgewebe aus Körperbereichen, die er zuvor mit dem Patienten abgestimmt hat. Er saugt dabei ungefähr 70 Prozent des Fettgewebes innerhalb eines Körperbereichs, beispielsweise im Bereich des Bauchs, ab. Fettabsaugungen werden in der Regel aus rein ästhetischen Gründen durchgeführt.

Nur bei wenigen, selten vorkommenden Krankheitsbildern mit vermehrter Fetteinlagerung empfehlen sich Fettabsaugungen als Therapie. Dazu gehören beispielsweise schmerzhafte Fettgewebsvermehrungen mit gesteigerter Berührungsempfindlichkeit. Auch beim so genannten Lipödem kann eine Fettabsaugung mit schonenden Techniken hilfreich sein.

Egal ob Mann oder Frau, das Fettabsaugen ist unabhängig vom Alter an den unterschiedlichsten Körperregionen möglich. Zu den gängigsten Regionen einer Fettabsaugung zählen Bauch, Beine, Kinn, Hals, Oberarme, Oberkörper, Brust, Oberschenkel, Hüfte, Po, Rücken und Fesseln.

Die in Folge einer Fettabsaugung entstehende überschüssige Haut entfernt der Chirurg nur dann, wenn sie außerordentlich schlaff ist. Unter normalen Umständen schrumpft sich die Haut von selbst zu recht und passt sich so der neu geschaffenen Struktur im Unterhautgewebe an. Das durch die Wundheilung entstehende Narbengewebe bildet dabei die Stützstruktur für die darüber liegende Haut. Fettabsaugungen lassen sich an derselben Körperstelle mehrmals durchführen.

Fettzellen werden definitiv entfernt

Eine Fettabsaugung (Liposuktion) unterscheidet sich von anderen Maßnahmen der Gewichtsreduktion wie Diäten und Sport. Denn das Fettabsaugen entfernt vorhandenes Fettgewebe und mit ihm deren Stammzellen endgültig, wenn auch nie vollständig. Es gilt: Einmal abgesaugte Fettzellen wachsen – wie vom Patienten gewünscht – nicht mehr nach. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass sich eine Fettabsaugung nicht mehr rückgängig machen lässt – insbesondere bei schlanken Menschen birgt das ein gewisses Risiko. Sie besitzen schon vor dem Eingriff wenig überschüssiges Fettgewebe und dadurch weniger Spielraum, ein verunglücktes Fettabsaugen, das beispielsweise zu Verwachsungen geführt hat, nachträglich zu korrigieren.

Im Prinzip bietet eine Fettabsaugung die Möglichkeit, Körperproportionen zu gestalten beziehungsweise zu korrigieren, die die Betroffenen als störend empfinden. Ein erfolgreiches Fettabsaugen kann das Körperbild positiv verändern und gleichzeitig das Selbstbewusstsein steigern. Das Für und Wider sollte man dennoch sehr genau abwägen. Schließlich handelt es sich beim Fettabsaugen um eine Operation, die medizinisch nicht notwendig ist und aus rein ästhetischen Gründen durchgeführt wird. Wie für jeden anderen operativen Eingriff gilt auch hier: Die Fettabsaugung ist mit möglichen Risiken und Komplikationen während und nach der Operation verbunden. Auch wenn die Risiken gering sind, gilt es diese im Vorfeld zu bedenken.

Vor dem Fettabsaugen

Auf ein Fettabsaugen (Liposuktion) sollten Sie sich vorbereiten. Die Assistenten werden die zu behandelten Körperregion genau abmessen und dem entsprechend die Bandagen, Miederhosen oder Stützstrümpfe besorgen, die sie zur Operation mitbringen. Zwei Wochen vor dem Fettabsaugen sollten Sie nach Rücksprache mit Ihrem Arzt keine Medikamente mehr einnehmen, die die Blutgerinnung einschränken (wie z.B. den Wirkstoff Acetylsalicylsäure). Verzichten Sie vorher weitgehend auf den Genuss von Alkohol und die Einnahme von Schlafmitteln. Informieren Sie den behandelnden Arzt vor dem Fettabsaugen über bestehende oder mögliche Unverträglichkeiten gegenüber Medikamenten sowie bekannte Allergien. Alles Weitere klärt der Arzt im persönlichen Gespräch und in den vor einem Fettabsaugen durchzuführenden Untersuchungen.

Grundsätzlich gilt: Verschieben Sie das Fettabsaugen auf einen späteren Zeitpunkt, falls Sie sich körperlich abgeschlagen, niedergeschlagen oder krank fühlen. Gleiches gilt, wenn Sie sich hinsichtlich Ihrer Entscheidung noch nicht vollkommen sicher sind. Wenn Sie dagegen gesund sind, sich körperlich wohl fühlen und über einen stabilen Kreislauf verfügen, lässt sich das Fettabsaugen weitgehend risikofrei durchzuführen.

Ziele einer Liposuction

Das Ziel einer Fettabsaugung (Liposuktion) wird meistens aus ästhetischen Gründen eingesetzt. Sie ersetzt nicht die Gewichtsreduktion durch eine gezielte und dauerhafte Ernährungsumstellung sowie Sport. Eine Adipositas (Fettsucht) lässt sich ebenfalls nicht mit einem Fettabsaugen behandeln. Der Operateur entfernt bei einer Fettabsaugung in festgelegten Bereichen wie Bauch, Beine, Kinn, Oberarme, Oberkörper, Hals, Oberschenkel, Hüfte, Po, Rücken und Fesseln gezielt überschüssige Fettdepots ab. Als Faustregel für die Menge an abgesaugtem Fett gilt: Eine schonende Fettabsaugung entfernt ungefähr 70 Prozent des Fettgewebes innerhalb des festgelegten Körperareals.

Durch eine erfolgreiche Fettabsaugung werden die behandelten Körperbereiche schlanker. Die Proportionen des gesamten Körpers sollen harmonischer wirken. Fettabsaugungen können an derselben Stelle mehrfach durchgeführt werden. Einmal entferntes Fettgewebe wächst grundsätzlich nicht mehr nach. Da es dem Chirurg jedoch niemals gelingt, gänzlich alle Fettstammzellen zu entfernen, bildet sich aus ihnen teilweise neues Fettgewebe. Nach einer dreimaligen Fettabsaugung sind dennoch mehr als 90 Prozent des Fettgewebes und der sie bildenden Stammzellen entfernt. In der Regel passt sich die Haut der deutlich verringerten und veränderten Körperoberfläche an. Sie schrumpft sich selbst auf das richtige Maß zurück. Nur in Ausnahmenfällen – bei extrem schlaffer Haut – muss die überschüssige Haut chirurgisch entfernt werden oder mit anderen Techniken wie Laser oder Radiofrequenz während der Operation gestrafft werden.

Operation & Ablauf

Vor der Fettabsaugung (Liposuktion) markiert der Chirurg die zu entfernenden Fettpolster in Form von Linien auf dem Körper. Er legt so fest, wie er die entsprechende Körperstelle mit Hilfe der Fettabsaugung modellieren möchte. Das Fettabsaugen beginnt mit einem kleinen Hautschnitt von 0,5 bis 1 Zentimeter Länge, nach Möglichkeit an einer unauffälligen Stelle, zum Beispiel in den Gesäßfalten oder im Nabel. Im Anschluss leitet der Chirurg solange physiologische Kochsalzlösung in das Zielgebiet, bis das Unterhautfettgewebe gut gefüllt ist. Sie lockert das Unterhautgewebe und löst die Fettzellen für das nachfolgende Fettabsaugen.

Nun beginnt die eigentliche Fettabsaugung: Der Chirurg führt durch den Hautschnitt eine lange Kanüle in das Unterhautfettgewebe ein. Mittels Unterdruck saugt er die traubenähnlichen Unterhautfettzellen aus ihrer bindegewebeartigen Hülle. Die eingesaugten Fetttrauben sind bis zu zwei Zentimeter groß. Mit Fingerspitzengefühl muss sich der Chirurg beim Fettabsaugen durch die Haut vorarbeiten. Immer aufs Neue gilt es zu entscheiden, was er an Fettgewebe entfernt und was er erhält. Diese Mischung aus Fingerspitzengefühl, Können und Erfahrung entscheidet über eine erfolgreiche Fettabsaugung – eine schlankere, ebenmäßige Körperkontur anstelle einer radikalen Entfernung von Fettzellen.

Dauer der Operation

Die Operationsdauer einer Fettabsaugung beträgt je nach Körperbereich sowie Ausmaß der geplanten Fettabsaugung (Liposuktion) zwischen 45 Minuten und 4 Stunden. Die abgesaugte Fettzellen sammelt der Arzt in einem Behälter, um die Menge messen zu können. Je nach individueller Körperkonstitution variiert die Menge an abgesaugtem Fettgewebe in ein und derselben Region deutlich. Am Ende des Fettabsaugens verklebt oder vernäht der Operateur den Hautschnitt. Noch auf dem Operationstisch werden dem Patienten eine Miederhose, Stützstrümpfe oder Bandagen übergezogen – das presst die entstandenen Hohlräume zusammen. Blut, gelöstes Fett und Gewebeflüssigkeit können sich so deutlich weniger anstauen, wodurch weniger Narben entstehen.

In der Regel werden Fettabsaugungen heute ambulant und unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Die örtliche Betäubung wird dabei beispielsweise mittels einer sogenannten Tumeszenz-Anästhesie eingesetzt: Es wird dabei solange Tumeszenz-Lösung zwischen die Gewebeschichten des Unterhautgewebes gespritzt, bis sich dort ein pralles Flüssigkeitsreservoir gebildet hat.

Die Tumeszenzlösung besteht aus einer Kochsalzlösung, die das örtliche Betäubungsmittel (lokales Anästhetikum) sowie einen gefäßverengenden Wirkstoff wie zum Beispiel Adrenalin enthält. Sie sorgt dafür, dass der Patient schmerzfrei ist und sich seine Neigung zu Blutungen verringert. Außerdem dient sie als Lösungsmittel, die das Unterhautfettgewebe auflockert, in eine gleichmäßige Masse verwandelt und so auf die Fettabsaugung vorbereitet. Nicht selten versetzt der Anästhesist den Patienten zusätzlich in einen Dämmerschlaf, um für völlige Schmerzfreiheit zu sorgen.

Beim Fettabsaugen im Bereich von Hüfte und Beinen kann auch eine Spinalanästhesie angewendet werden, die zeitweise die entsprechenden Nerven in der Nähe des Rückenmarks betäubt. Der Vorteile einer örtlichen Betäubung liegen auf der Hand: Patient und Chirurg können gegebenenfalls auch während der Fettabsaugung miteinander sprechen. Der Patient kann sich zudem nach Anweisung des Chirurgen während eines Eingriffs selbstständig drehen und wenden. Und: Patienten können die Klinik in der Regel nach dem Fettabsaugen verlassen. Eine professionelle Betreuung nach der Operation ist allerdings auch dann wichtig.

Größere Fettabsaugungen erfordern nach wie vor eine Vollnarkose. Die dafür notwendigen Voruntersuchungen werden in der Klinik durchgeführt. Darüber hinaus besprechen Sie die Narkose mit dem Anästhesisten. Je nach Größe der Fettabsaugung ist mit einem Aufenthalt in der Klinik von ein bis acht Tagen zu rechnen. Bei normalem Wundheilungsverlauf ist ein Fettabsaugen an derselben Körperzone mehrmals möglich. Eine schonende Fettabsaugung entfernt höchstens 70 Prozent des bestehenden Fettgewebes innerhalb der gewünschten Körperzone.

Nach der  Fettabsaugung/Liposuction

Nach einer Fettabsaugung (Liposuktion) tragen Sie für die Dauer von ein bis drei Wochen je nach Ort des Eingriffs Kompressionsmieder, Stützstrümpfe oder Bandagen – und zwar Tag und Nacht. Bei Bedarf dehnt sich die Anwendungsdauer nach der Fettabsaugung auf bis zu sechs Wochen aus. Das Anlegen von Kompressionsmiedern und Co. presst die Hohlräume zusammen, die durch die Fettabsaugung entstanden sind. Faktoren, die die Narbenbildung begünstigen – wie Blut, gelöstes Fett und Gewebeflüssigkeit – können sich dadurch nicht anstauen.

Ein bis zwei Wochen nach der Fettabsaugung kontrolliert der behandelnde Arzt den Heilungsprozess und den Gesundheitszustand des Patienten. Das eigentliche, kosmetische Ergebnis der Fettabsaugung wird nach drei bis vier Monaten beurteilt. Auch in der Zeit zwischen der ersten Gesundheitskontrolle und der ersten kosmetischen Kontrolle ist es ratsam, den Kontakt zum behandelnden Arzt aufrecht zu erhalten. Aufkommende Fragen lassen sich so rasch beantworten und auftretende Komplikationen frühzeitig behandeln.

Bei einer größeren Fettabsaugung kommt es vor, dass Sie einige Tage arbeitsunfähig sind. Beziehen Sie dies bei der Planung des Eingriffs mit ein. In der Regel werden Sie nach einer Fettabsaugung weder in puncto Befinden noch in puncto Bewegung langfristig beeinträchtigt sein. Dennoch gilt: Schonen Sie sich und gönnen Sie sich ausreichend Ruhe. Verzichten Sie in den ersten Wochen nach dem Fettabsaugen auf ausgiebige Bewegung sowie sportliche Aktivitäten oder betreiben Sie diese nur stark eingeschränkt und ausschließlich nach Rücksprache mit Ihrem Arzt.

Komplikationen

Eine Fettabsaugung (Liposuktion) ist wie jeder andere operative Eingriff auch mit selten auftretenden Komplikationen verbunden, wie zum Beispiel einem niedrigen Narkoserisiko. Nach dem Fettabsaugen kann sich der betroffene Körperbereich für eine gewisse Zeit taub anfühlen. Entstandene Blutergüsse müssen konsequent bandagiert werden, da ansonsten das Risiko für die Entstehung von Narbenplatten steigt. Eine entsprechende Veranlagung erhöht das individuelle Risiko nach einer Fettabsaugung. Narbenplatten prägen sich unter Umständen so stark aus, dass sie als oberflächliche Unebenheiten sichtbar werden. Bilden sie sich über Wochen nach dem Fettabsaugen nicht oder nur langsam zurück, kann ein weiterer Eingriff die Narbenbildung korrigieren.

Entfernt der Operateur im Rahmen der Fettabsaugung größere Mengen von Fettgewebe, kann es vorkommen, dass der Patient große Mengen an Gewebeflüssigkeit oder Blut verliert. Infusionen oder Blutkonserven müssen den Verlust wieder ausgleichen. In sehr seltenen Fällen treten Embolien in Folge von Gerinnseln auf. Sie bedürfen einer sofortigen intensivmedizinischen Behandlung.

Insbesondere für schlanke Menschen stellt ein Fettabsaugen ein erhöhtes Risiko dar. Da sie schon vor dem Eingriff wenig überschüssiges Fettgewebe besitzen, verengt sich auch der Spielraum, ein verunglücktes Fettabsaugen, das beispielsweise zu Verwachsungen geführt hat, nachträglich zu korrigieren.

Heilungsprozess

Der Heilungsprozess beginnt unmittelbar nach der Fettabsaugung (Liposuktion), auch wenn die behandelte Körperregion schmerzt und sich Blutergüsse und Schwellungen gebildet haben. Innerhalb von einigen Tagen bis Wochen gehen die Beschwerden mehr und mehr zurück. Drei Monate nach der Fettabsaugung sollten die Beschwerden nahezu vollständig verschwunden sein. Die im Zuge des Eingriffs vorgenommenen Hautschnitte hinterlassen kleine Narben. Sie verblassen im Laufe der Zeit und sind in der Regel kaum noch zu erkennen.

Einen ersten Eindruck des kosmetischen Ergebnisses der Fettabsaugung verschafft sich der Arzt in der Regel nach drei bis vier Monaten. Die überschüssige Haut hat sich nach diesem Zeitraum der neuen Oberfläche des Unterhautgewebes angepasst; ein vorläufiges Ergebnis ist bereits zu sehen. Das endgültige Ergebnis des Fettabsaugens zeigt sich nach ungefähr sechs bis neun Monaten. Verzichten Sie für die Dauer der Heilung auf Massagen und sonstige starke Beanspruchungen der Haut, da diese den Heilungsprozess verzögern. Heilungsfördernd wirken hingegen kalte Duschen. Sie regen die Durchblutung an und beschleunigen so die Heilung.

Ergebnis

Als Ergebnis einer erfolgreichen Fettabsaugung (Liposuktion) wirkt die behandelte Körperregion schlanker und fügt sich harmonisch in die Proportionen des Körpers ein. Die Oberfläche des abgesaugten Areals erscheint ebenmäßig. Durch den Eingriff entstandene Narben sind kaum oder nicht mehr zu sehen.

Das Fettabsaugen stellt jedoch keine Alternative zum Gewichtsverlust durch ausgewogene Ernährung, Sport und Bewegung dar. Auch lässt sich mit einer Fettabsaugung keine Adipositas (Fettsucht) behandeln.

Läusebefall (Pedikulose)

Ein Läusebefall (Pedikulose) zeichnet sich durch das Auftreten bestimmter Lausarten in behaarten Körperregionen oder der Kleidung aus. Der Mensch kann von drei Lausarten befallen werden.

Hierzu zählen
•    die Kopflaus (Pediculus humanus capitis),
•    die Körper- oder Kleiderlaus (Pediculus humanus corporis) sowie
•    die Scham- oder Filzlaus (Phthirus pubis).

Läuse leben vom Blut des Menschen. Die Läuse-Eier, Nissen genannt, haften durch eine klebrige Substanz am Haarschaft. Im Unterschied zu Flöhen können Läuse nicht springen – dafür krabbeln sie recht schnell.

Beim Befall durch Kopfläuse (Pediculosis capitis) leben die Tiere in der Regel im Kopfhaar des Betroffenen. Kopfläuse treten bevorzugt in Schulen und Kindergärten auf. Kopflausbefall ist weit verbreitet und hat nichts mit fehlender Hygiene zu tun.

Der Befall durch Filzläuse (Pediculosis pubis) entsteht in der Regel durch engen körperlichen Kontakt, wie beim Geschlechtsverkehr.
Ein Befall durch Körper- oder Kleiderläuse (Pediculosis corporis) ist vor allem unter Bedingungen zu beobachten, bei denen Menschen eng zusammenleben, zum Beispiel bei obdachlosen Menschen, in Wohnheimen und Sammellagern. Die Läuse leben in der Kleidung des Betroffenen und legen dort auch ihre Eier ab. Nur zur Blutmahlzeit wandern sie auf die Haut des Menschen.

Häufigkeit

In den westeuropäischen Ländern nimmt der Befall mit Kopfläusen wieder zu. Kopfläuse sind weltweit verbreitet. Insbesondere kleine Kinder in Kindergärten oder jüngere Schulkinder, aber auch Obdachlose sind betroffen.