Feuermal (Naevusflammeus)

Feuermal (Naevusflammeus)

Das Feuermal (Naevusflammeus) zähltzu den gutartigen, angeborenen Gefäßfehlbildungen. Die genauen Ursachen sind nicht geklärt, manchmal tritt es in Verbindungen mit anderen Krankheitsbildern, wie beispielsweise dem Sturge-Weber-Syndrom, auf.

Bei der Geburt erscheint ein Feuermal meist als hell- bis dunkel roter Fleck unterschiedlicher Größe. Mit zunehmendem Alter vergrößert sich das Feuermal lediglich proportional zumWachstum, nimmt aber an Farbintensität deutlich zu. Im Bereich des Feuermals, besonders wenn die Lippenregion betroffen ist, verdickt sich oftmals die Haut (Weichteilhyperplasie). Gelegentlich bilden sich einzelne dunkelblau bis schwärzliche Knoten (tuberöse Transformation, eruptive Angiome) aus, die aufplatzen und stark bluten können.

Das Feuermal kann in der Regel problemlos durch eine klinische Unersuchung diagnostiziert werden. Wichtig ist, dass das Feuermal ein Hinweis auf das Vorliegen weiterer Fehlbildungen der Gefäße, zum Beispiel im Bereich der Hirnhäute, sein kann. Das Erscheinungsbild des Feuermals, besonders im Gesichtsbereich, beeinflusst in einigen Fällen das Selbstwertgefühl und das Zusammenleben mit dem Umfeld. Daher ist es ratsam, eine Behandlung bei Bedarf frühzeitig, am besten bereits im Säuglings- oder Kleinkindalter, anzustreben.

Ein Feuermal wird mit einem Nd-YAG oder einem Farbstofflaser (Flashlamp Pumped Dye Laser) behandelt, dessen Laserlicht die Gefäße zerplatzen lässt. Komplikationen sind sehr selten. Alternativ kann das Areal des Feuermals nach fachkundiger Anleitung (med. Kosmetikerin, Visagistin) mit Camouflage oder Make-up abgedeckt werden.

Feuermal: Definition

Beim Feuermal (Naevusflammeus) handelt es sich um eine gutartige, angeborene oder frühkindlich auftretendeGefäßfehlbildung der kleinenGefäße der Haut (Kapillaren). Sie kann am ganzen Körper auftreten und verbleibt ohneTherapie ein Leben lang. Das Feuermal wird in eine symmetrische und eine asymmetrische Form unterteilt.

Das asymmetrische Feuermal gehört zu den seltenen Fehlbildungen und tritt bei etwa 0,1 bis 0,3 Prozent der Neugeborenen auf. In etwa fünf Prozent der Fälle ist das Feuermal einTeilsymptom von anderen Erkrankungen und tritt dann gleichzeitig mit Fehlbildungen von größeren Gefäßen oder anderen Geweben, wie den Knochen oder dem Fettgewebe, auf.

Beim symmetrischen Feuermal handelt es sich um eine Reifungsverzögerung der Nervenversorgung der Gefäße, welche im Laufe der Zeit zurück geht. Das symmetrische Feuermal ist deutlich häufiger und tritt, meist in geringer Ausprägung, bei 30 bis 50 Prozent aller Kinder auf. In der Regel bildet es sich in den ersten Lebensjahren zurück.

Akne – Leidensdruck korreliert häufig nicht mit dem objektiven Schweregrad

Neben komplizierten Verläufen der Akne in Form der Acne fulminans, einer durch hämorrhagische, schmerzhafte Ulzerationen in Verbindung mit Allgemeinsymptomen wie Fieber oder Polyarthralgien gekennzeichneten Variante, oder Akneerkrankungen, die mit hypertrophen Narben oder Spontankeloiden einhergehen, gehört die Akne zu den Erkrankungen, die unabhängig vom Schweregrad häufig mit einer hohen psychischen Belastung der Betroffenen einhergehen. Akne ist deshalb als eine ernst zu nehmende Erkrankung und nicht als geringfügiges Pubertätsproblem aufzufassen.

Klinik der Akne

Neben der Seborrhö kennzeichnen nicht-entzündliche Hautveränderungen in Form der geschlossenen und offenen Komedonen (Mitesser) die Acne comedonica, wohingegen entzündliche Hautveränderungen in Form von Papeln und Papulopusteln das Bild der Acne papulopustulosa charakterisieren. Kommt es zusätzlich zum Auftreten von entzündlichen einschmelzenden und fistulierenden Knoten, die unter Zurücklassen typischer brückenartiger Narben, den sog. Fistelkomedonen abheilen, und Zysten liegt die schwerste Form der Akne vor, die Acne conglobata.

Acne vulgaris – Klinik

  • in 15% ist aufgrund der Schwere eine medikamentöse dermatologische Therapie indiziert
  • durch unsachgemäße Ernährung (Milchprodukte, Kohlenhydrate mit hohem glykämischen Index) kann die Akne verschlechtert werden
  • die Behandlung soll das Auftreten von Narben verhindern
  • für entzündliche Verlaufsformen sind topische Kombinationspräparate (Benzoylperoxid in Kombination mit Clindamycin oder Adapalen) die Therapie der ersten Wahl
  • kommt es unter einer optimalen äußerlichen Behandlung nach circa 3-6 Monaten zu keinem befriedigenden Ansprechen, ist die orale Gabe von Isotretinoin indiziert

Epidemiologie

Die Akne kommt zwar in allen Altersgruppen, bei Neugeborenen (Acne neonatorum) und auch bei Erwachsenen jenseits der 40er (Acne tarda) vor, zeigt jedoch ihren Häufigkeitsgipfel eindeutig in der Adoleszenz. Akne hat in den letzten Jahren in Ländern mit einem westlichen Lebensstil an Häufigkeit zugenommen. Die Erkrankung verläuft in vielen Fällen leicht und nur über einen kurzen Zeitraum. Eine behandlungsbedürftige Akne besteht bei etwa 15% der Jugendlichen, wobei Jungen in etwa gleich häufig wie Mädchen erkranken. Schwere Verläufe wie die Acne conglobata werden jedoch häufiger beim männlichen Geschlecht beobachtet.

Mundrose (periorale Dermatitis)

Mundrose (periorale Dermatitis)

Die Mundrose (periorale Dermatitis) ist eine Entzündung der Gesichtshaut. Diese Namensgebung resultiert aus zwei Gegebenheiten: Die Mundrose tritt zum einen verstärkt im Mundbereich auf und ähnelt zum anderen in ihrem Erscheinungsbild der Hauterkrankung Gürtelrose.

Die Mundrose ist nicht ansteckend oder gefährlich, stellt jedoch in der Regel ein störendes kosmetisches Problem dar. Hauptsächlich sind Frauen jungen und mittleren Alters betroffen, die viele Kosmetika und Pflegeprodukte benutzen. Als Ursache vermutet man bei der Mundrose eine Abhängigkeit der Haut von Cremes. Wahrscheinlich wird die natürliche Hautbarriere durch die Nutzung vieler Kosmetika gestört, sodass die Haut chronisch austrocknet. Des Weiteren können verschiedene äußere Einflüsse wie zum Beispiel die Antibabypille oder Sonnenlicht die Mundrose verursachen oder verstärken. Die Nutzung von kortisonhaltigen Cremes führt vorübergehend zur Besserung der Mundrose, nach Absetzen kehren die Entzündungen jedoch verstärkt zurück.

Bei der Mundrose kommt es zu trockener, brennender Haut und kleine rötliche Knoten mit Pusteln, welche besonders um den Mund und die Augen auftreten. Die Diagnose lässt sich anhand der typischen Vorgeschichte in Verbindung mit dem klinischen Bild stellen.

Zur Behandlung der Mundrose sollten die infrage kommenden Auslöser gemieden werden. Es ist empfehlenswert, die Haut von Cremes und Kosmetika zu entwöhnen. Anfangs führt die Therapie häufig dazu, dass sich die Symptome verstärken, nach wenigen Wochen bildet sich die Mundrose jedoch vollständig zurück. In einigen Fällen wird die Mundrose zur Verbesserung des Hautbilds zusätzlich mit Antibiotika behandelt. Die Prognose der Mundrose ist gut. Ihr kann durch die sparsame Nutzung gut verträglicher Kosmetika vorgebeugt werden.

Dermatitis, periorale: Definition

Die Mundrose (periorale Dermatitis) ist eine auf das Gesicht beschränkte, chronisch-entzündliche Erkrankung der Haut. Sie tritt vermutlich in Zusammenhang mit starkem Gebrauch von Hautpflegeprodukten und Make-up auf.

Die Mundrose erhielt ihren Namen aufgrund der typischen, mundbetonten Lokalisation und der Ähnlichkeit mit der Erkrankung Gürtelrose. Sie ist nicht gefährlich oder ansteckend, stellt jedoch für viele Betroffene ein ästhetisches und kosmetisches Problem dar.

Vorkommen

Die Mundrose betrifft vorzugsweise Frauen im jüngeren und mittleren Lebensalter. Sie tritt in den letzten Jahrzehnten, parallel zum Wohlstand und vermehrtem Gebrauch von Kosmetikartikeln, in den Industrieländern gehäuft auf.

Neurodermitis (atopisches Ekzem, atopische Dermatitis)

Neurodermitis (atopisches Ekzem, atopische Dermatitis)

Die Neurodermitis, auch atopisches Ekzem oder atopische Dermatitis genannt, ist eine bei Kindern häufige Entzündungsreaktion der Haut, die chronisch besteht oder immer wieder schubweise auftritt.

Oft beginnt die Neurodermitis bereits im Kleinkindalter. Sowohl erblich bedingte Faktoren als auch Umwelteinflüsse begünstigen die Entstehung der Hautkrankheit. Zahlreiche Stoffe aus der Umwelt, aber auch psychische Faktoren können Schübe auslösen oder verstärken (triggern). Typische Symptome einer Neurodermitis sind ein oft starker Juckreiz sowie schuppige und trockene Haut.

Der Verlauf von Neurodermitis lässt sich häufig günstig beeinflussen; eine Heilung der Hauterkrankung ist jedoch bislang nicht möglich. Zur Behandlung der Symptome stehen wirkungsvolle Medikamente wie Kortison oder andere Wirkstoffe in Form von Salben zur Verfügung. Zusätzlich lassen sich die Beschwerden der Neurodermitis mit zahlreichen begleitenden Therapiemaßnahmen deutlich lindern.

Dermatitis, atopische: Definition

Die Neurodermitis, auch als atopisches Ekzem oder atopische Dermatitis bezeichnet, ist eine anlagebedingte, chronische oder chronisch immer wieder auftretende, nicht-ansteckende Hauterkrankung, die durch typische Veränderungen der Haut mit meist starkem Juckreiz gekennzeichnet ist.

Bei der Neurodermitis handelt es sich ebenso wie bei Heuschnupfen und Asthma um eine sogenannte atopische Erkrankung. Bei atopischen Erkrankungen reagiert das Immunsystem mit heftiger Abwehr auf zunächst harmlose Stoffe aus der Umwelt (wie Nahrungsmittel oder Pollen). Diese Stoffe nennt man auch Allergene.

Das Wort atopisch bedeutet in diesem Zusammenhang so viel wie fehl am Platz. Dies drückt aus, dass die Erkrankungsschübe bei Neurodermitis auch ohne erkennbare äußere Ursache, scheinbar aus dem Nichts heraus, auftreten können.

Der Begriff Neurodermitis leitet sich aus dem Griechischen ab (neuron = Nerv, derma = Haut, -itis für Entzündung). Die Bezeichnung stammt aus dem 19. Jahrhundert, als noch eine Nervenentzündung als Ursache für die bei Neurodermitis typischen Hautveränderungen galt.

Neben den sinnverwandten Begriffen atopisches Ekzem und atopische Dermatitis sind für die Neurodermitis auch folgende Bezeichnungen gebräuchlich:

  • Neurodermitis atopica
  • Endogenes Ekzem
  • Konstitutionelles Ekzem

Dellwarzen (Molluscum contagiosum)

Dellwarzen (Molluscum contagiosum)

Dellwarzen (Molluscum contagiosum, Mollusken) sind vor allem bei Kindern vorkommende kleine, zentral eingedellte Warzen. Sie werden durch ein Virus, das Poxvirus mollusci, ausgelöst und übertragen.

Vor allem Kinder mit Neurodermitis sind häufig von Dellwarzen betroffen. Dellwarzen treten bevorzugt in der Genital- und Achselregion, den Kniekehlen, den Augenlider und am seitlichen Brustkorb auf.

Die Diagnose ist durch das typische Aussehen der Warzen einfach. Die Behandlung besteht darin, die Dellwarzen mit dem sogenannten scharfen Löffel in örtlicher Betäubung oder Vollnarkose abzutragen; eine mögliche Alternative ist die Entfernung mit dem Laser oder die Kryotherapie, bei der die Warzen vereist werden. In einigen Fällen bedürfen Dellwarzen jedoch keiner Behandlung und heilen von alleine ab.

Dellwarzen: Definition

Dellwarzen (Molluscum contagiosum, Mollusken) sind stecknadelkopf- bis erbsengroße, zentral eingedellte Warzen, die durch eine bestimmte Gruppe von Pockenviren (Poxvirus mollusci) hervorgerufen und durch direkten Körperkontakt übertragen werden.

Sie sind weltweit verbreitet und kommen besonders bei Kindern, Erwachsenen unter Kortisontherapie und bei Personen mit einer Immunschwäche vor.

Basaliom (Basalzellkarzinom)

Basaliom (Basalzellkarzinom)

Ein Basaliom ist ein Hauttumor, der in der Regel keine Metastasen (Tochtergeschwulste) bildet, aber in benachbartes Gewebe wachsen und dort Knochen und Knorpelgewebe zerstören kann. Aufgrund dieser Eigenschaften bezeichnen Mediziner ihn als halbbösartigen (semimalignen) Tumor.

Gemeinsam mit einer anderen Form von Hautkrebs, dem Spinaliom (Plattenepithelkarzinom), ist es auch als heller oder weißer Hautkrebs bekannt – als Abgrenzung zu dem selteneren schwarzen Hautkrebs (Melanom), der häufig wie ein sehr dunkler Leberfleck aussieht. Das Basaliom heißt auch Basalzellkarzinom, weil es aus den sogenannten Basalzellen der Oberhaut entsteht.

Genetische Faktoren und langjährige intensive Sonnenbestrahlung sind die Hauptursachen eines Basalioms. Es kann überall am Körper auftreten, 80 Prozent entstehen allerdings an Körperstellen, die dem Sonnenlicht ausgesetzt sind: bevorzugt im Gesicht, an Ohren, Kopfhaut und Hals.

Lange Zeit stützte sich die Therapie auf die Entfernung des Basalioms mittels Operation oder Bestrahlung. Mittlerweile stehen für die oberflächlichen Basaliome auch schonendere Therapiealternativen (wie die Photodynamische Therapie) und moderne Arzneimittel (z.B. Imiquimod, 5-Fluorouracil) zur Verfügung.

Weißer Hautkrebs lässt sich im Frühstadium gut behandeln: Die Heilungschancen sind speziell beim Basaliom sehr gut, wenn es frühzeitig erkannt wird. Daher ist es nicht nur wichtig, beispielsweise mit gutem Sonnenschutz vorzubeugen, sondern insbesondere regelmäßig die Haut zu untersuchen beziehungsweise ein Hautkrebs-Screening beim Hautarzt in Anspruch zu nehmen.