Altersflecken

Altersflecken

Altersflecken (Lentigo senilis, Lentigo solaris) sind gutartige Hautveränderungen, die zunehmend im späten Erwachsenenalter auftreten: Die bräunlichen, bis wenige Zentimeter großen Pigmentflecken bilden sich vor allem im Gesicht, auf den Handrücken und am Dekolleté.

Altersflecken entstehen durch Pigmentansammlungen in der Oberhaut. Sie sind die Folge einer Schädigung der Haut durch langjährige UV-Bestrahlung beziehungsweise durch dabei vermehrt anfallende sogenannte freie Radikale.

Altersflecken lassen sich mit hochdeckendem Make-up (Camouflage) abdecken sowie längerfristig mit Bleichcremes und verschiedenen Schälverfahren (physikalisches, chemisches oder mechanisches Peeling) behandeln. Besonders wirksam und schonend für das umgebende Gewebe ist die Entfernung von Altersflecken durch Lasern.

Wie allen Zeichen der Hautalterung kann man auch der Entstehung von Altersflecken in erster Linie durch den Schutz vor übermäßiger Sonnenbestrahlung vorbeugen. Zusätzlich ist es ratsam, Genussgifte wie Alkohol und Tabakrauch, die ebenfalls zur vermehrten Bildung freier Radikale beitragen, zu meiden und das körpereigene Schutzsystem gegen diese aggressiven Sauerstoffverbindungen durch eine ausreichende Versorgung mit Antioxidantien wie Vitamin C, Vitamin E, Carotinoide, Coenzym Q10, Bioflavonoide, Zink und Selen zu unterstützen.

CO2-Laser in der Medizin

Straffen der lichtgeschädigten Haut mit dem fraktionierten CO2-Laser

Das neue bei der Behandlung mit dem fraktionierten CO2-Laser ist die Abtragung von kleinsten Hautarealen mit kontrollierter Eindringtiefe und Temperaturabgabe. Die Indikationen dafür sind: lichtgealterte Haut, dunkle Altersflecken (Lentigenes), grobporige Haut, Aknenarben sowie kleine Fältchen. Die Abheilung bei diesem Verfahren, die so genannte Epithelisierung findet deutlich schneller statt als bei der Dermaabrasion, beim tiefen chemischen Peeling oder bei konventionellen Resurfaceing mit dem CO2-Laser. Dadurch gewinnt man eine kürzere Ausfallzeit und ein deutlich schmaleres Nebenwirkungsprofil.

Die Nachfrage nach effektiven und patientenfreundlichen Lasertherapien der lichtgeschädigten Haut ist enorm. Bis zum heutigen Zeitpunkt wurden hauptsächlich Skinresurfaceing als ablatives Verfahren eingesetzt sowie als nichtablatives Verfahren die fraktionierte Photothermolyse.

Die oben genannten ablativen Laserverfahren mit dem CO2- oder dem Erbium-YAG-Laser wurden sehr breit vor 15 – 20 Jahren angewendet. Dabei wird die obere Hautschicht (Epidermis) abgetragen und zusätzlich eine thermische Belastung der darunter liegenden Hautschicht (Dermis) zugeführt. Bei diesem Prozess produzierte Entzündungen stimulieren die neue Kollagenbildung und dies führt dann zur Straffung der Haut.

Die Abheilung ist von der Anzahl der Keratinozyten (den oberflächlichsten Zellen) abhängig sowie vor allem von den Abständen zwischen den unbetroffenen Hautarealen und von der Anzahl der Talgdrüsen und Haarfollikel (Anhangsgebilde).

Bei den oben genannten Verfahren, die nicht fraktioniert wirken, ist der Wanderweg der Keratinozyten grösser und dadurch verlängert sich die Abheilungszeit bis zu 2 und in seltenen Fällen bis zu 3 Wochen. Bei der richtigen Anwendung sind die Ergebnisse ausgesprochen gut.

Auf Grund der Gefahr von Infektionen, vor allem von viralen aber auch von bakteriellen, sowie Pigmentverschiebungen werden ablative Laser in der alten Ausführung immer seltener für Face-Resurfaceing eingesetzt.

Zu den häufigsten Nebenwirkungen gehören Rötungen, Nässen der Haut sowie Schwellungen. Diese sind aber nur vorübergehend und reversibel, z. B. kann eine Rötung bis zu 3 – 4 Monate bleiben.

Bei der Anwendung von Nd-YAG-Lasern mit einer Wellenlänge von 1320 nm oder von Erbium-Glass-Laser mit einer Wellenlänge von 1540 nm entsteht eine kontrollierte Erwärmung der Lederhaut (Dermis) wobei die obere Hautschicht (Epidermis) unberührt bleibt. Als Ergebnis kann man nur eine Verbesserung der Hautoberfläche feststellen.

Die Behandlungsarten mit Radiofrequenzstrom wie Radiage oder Thermage produzieren einen hautstraffenden Effekt und haben keine Wirkung auf die lichtgeschädigte Haut und Falten oder Präkanzerosen (aktinische Keratosen) und Pigmentflecken (Lentigenes).

Eines der neusten Therapieverfahren ist die fraktionierte Photothermolyse. Dieses Verfahren basiert auf der thermischen Wirkung mit Bildung von Thermosäulen von einem Durchmesser von 70–150 μm, den so genannten «Microscopic Treatment Zones», MTZ. Diese Thermozylinder dringen in tiefere Hautschichten ein. In den oben genannten Säulen wird dabei Kollagen denaturiert, was zu einer Stimulation der Kollagenproduktion führen soll. Die Zylinder sind vom normalen Gewebe umgeben und die oberste Schicht der Haut (Stratum corneum) schützt sie vor dem Kontakt mit der Umwelt wie ein Verband. Der Vorteil dieses Verfahrens ist eine kürzere Abheilungsdauer bis zu ca. 5 Tage.

Fraktionierter  CO2-Laser

Der fraktionierte CO2-Laser trägt mikroskopisch kleine Areale der Haut («Microscopic Ablation Zones», MAZ) ab, wobei unberührte Hautinseln (so genannte Epidermisbrücken) zurückbleiben. Diese dienen der Abheilung mit Abgabe von Keratinozyten und verkürzen die Heilungszeit. Der CO2-Laser verfügt über einen Thermoeffekt in den tiefen Hautschichten (Dermis) mit Wirkung auf die Kollagenstimulation. Dies ist die wichtigste Komponente bei der Hautstraffung.

Wir verwenden einen fraktionierten CO2-Laser vom deutschen Hersteller Asclepion. Das Gerät ist in der Lage mit einem Laserscanner MAZ von 300 μm Durchmesser und eine Tiefe bis 500 μm zu produzieren. Das Gerät ist so programmiert, dass die nebeneinander stehenden Behandlungspunkte einen maximalen Zeitintervall voneinander haben um die Hitzeakkumulation in der behandelten Fläche zu reduzieren. Abhängig von den Behandlungszielen kann man die Energie und den gewünschten thermische Effekt separat einstellen. Je höher der thermische Effekt, desto besser ist der Straffungseffekt. Je höher die Energie, desto tiefere wirkt der Laser, was besonders wichtig ist bei der Behandlung von Aknenarben.

Therapieablauf

Vor der Behandlung muss unbedingt festgestellt werden, welche Pflegeprodukte und welche Medikamente der Patient anwendet oder einnimmt. Vor allem muss auf die Vitamin-A-säurehaltigen Medikamente geachtet werden. Weiterhin ist es sehr wichtig, den behandelnden Arzt über vorherige Laserbehandlungen oder medizinische Peelings zu informieren. Eine grosse Rolle spielen rezidivierende Herpesinfektionen und die Neigung zur Bildung von Hyperpigmentierungen nach Hautverletzungen. Sollte bereits in der Vergangenheit eine Problematik mit Pigmentflecken aufgetreten sein, brauchen solche Patienten 3 – 4 Wochen vor der Behandlung eine Pigment aufhellende Creme.

Als Schmerzreduktion benutzt man eine Stunde vor der Behandlung entweder Paracetamol 1000 mg oder Ibubrufen 800 mg. Bei besonders schmerzempfindlichen Patienten kann ebenfalls eine Lokalanästhesie an den Nervenaustrittstellen im Gesicht durchgeführt werden.

Nach der Behandlung bildet sich ein Erythem mit Hautschwellung. In einigen Fällen kommt es zu nässenden Erscheinungen. Nach 3 – 4 Tagen zeigt sich die Haut dunkelbraun und beginnt sich zu schälen. In diesem Moment erscheint die Haut sehr trocken und muss intensiv gepflegt werden.

Im Vergleich zu den konventionellen Skin-Resurfaceing mittels CO2-Lasern, bei der mit einer Ausfallszeit von 2 – 3 Wochen gerechnet werden muss, beträgt die Ausfallszeit mit der fraktionierten CO2-Laserbehandlung nur 7 – 8 Tage. Die Anwendung von hohen Lichtschutzfaktoren nach der Behandlung ist sehr wichtig. Ebenfalls wird die Anwendung von Pigment aufhellenden Cremes für die nächsten 2 Monate empfohlen.

In der Regel benötigen die Patienten 2 – 3 Sitzungen im zeitlichen Abstand von ca. 2 Monaten.

Dr. med. V. Volpov, Zürich Seefeld